Eine forsa-Umfrage vom Dezember 2025 belegt: Die Zustimmung zur Windenergie an Land bleibt hoch. 70 Prozent der Bevölkerung befürworten den weiteren Ausbau, ebenso sprechen sich klare Mehrheiten für stärkere Stromnetze und zusätzliche Energiespeicher aus.

Die Zustimmung zur Nutzung der Windenergie an Land ist in Deutschland weiterhin hoch. Das belegt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag der Fachagentur Wind und Solar vom Dezember 2025.
Demnach sprechen sich 70 Prozent der Bevölkerung für den Ausbau der Windenergie aus – obwohl dieser Wert im Herbst 2025 im Vergleich zu den Vorjahren leicht gesunken ist. Die Fachagentur Wind und Solar erfasst die Akzeptanz der Windenergie seit 2015 einmal pro Jahr, so die Agentur in einer Mitteilung.
Klare Mehrheiten für Stromnetze und Energiespeicher
„Dass eine stabile Mehrheit der Bevölkerung die Nutzung der Windenergie befürwortet, ist eine wichtige Grundlage für die Energiewende in Deutschland – gerade in einer Phase, in der der Ausbau in Schwung kommt“, so Antje Wagenknecht, Geschäftsführerin der Fachagentur Wind und Solar.
In der Umfrage vom Dezember 2025 wurde zudem die Akzeptanz gegenüber Stromnetzen und Energiespeichern erhoben: 84 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass ein schneller Ausbau der Stromnetze notwendig ist, um erneuerbare Energien wirksam zu integrieren. Nur acht Prozent sprechen sich dagegen aus.
Auch der Ausbau von Speicherkapazitäten – etwa in Form von Großbatterien – findet eine deutliche Mehrheit. 81 Prozent der Befragten halten zusätzliche Speicher für unverzichtbar, nur 10 Prozent lehnen diese ab. Aus Sicht der Bevölkerung gelten Netze und Speicher somit eindeutig als zentrale Bausteine einer erfolgreichen Energiewende.
„Dass so viele Menschen den Ausbau der Stromnetze unterstützen, ist ermutigend“, sagt Wagenknecht. „Eine Stromversorgung auf Basis regenerativer Quellen braucht leistungsfähige Netze und flexible Energiespeicher.“
Hohe Akzeptanz für Windenergie im direkten Wohnumfeld
Windenergieanlagen im direkten Wohnumfeld stoßen ebenfalls auf hohe Zustimmung. 73 Prozent derjenigen, die bereits in der Nähe solcher Anlagen wohnen, sind mit diesen einverstanden.
Auch gegenüber neuen Projekten halten sich die Vorbehalte in Grenzen. 69 Prozent hätten keine oder nur geringe Bedenken, wenn erstmals Windräder in ihrem Umfeld errichtet würden.
Die Befragung zeigt somit deutlich, dass das tatsächliche Meinungsbild vor Ort deutlich positiver ausfällt, als öffentliche Debatten es vermuten lassen. In der Wahrnehmung vieler dominieren zwar kritische Stimmen, tatsächlich bilden sie jedoch nicht die Mehrheitsmeinung ab.
Red.
Zur Umfrage
Das Meinungsforschungsinstitut forsa führte die Umfrage zur Akzeptanz der Windenergie an Land im Auftrag der Fachagentur Wind und Solar im Zeitraum vom 24. September bis 6. Oktober 2025 durch. Insgesamt wurden 1.005 Personen ab 18 Jahren befragt. Die Erhebung erfolgte über das repräsentative digitale Onlinepanel forsa.omninet. Forsa rekrutierte die Teilnehmenden des Onlinepanels über telefonische Mehrthemenbefragungen. Die Befragung erfolgte online, zu von den Befragten selbst gewählten Zeiten und in selbst gewählter Umgebung.



