Klimaanpassung im Fokus: Mannheim und Aachen entwickeln digitales Planungsinstrument für Kommunen

Im Rahmen des Förderprojekts MACspeeDZ realisieren Mannheim und Aachen gemeinsam ein digitales Planungsinstrument für die Stadt- und Freiraumplanung. Auf Basis belastbarer Daten und KI-gestützter Analysen sollen Kommunen künftig schneller fundierte Entscheidungen treffen und Maßnahmen für mehr Resilienz und Lebensqualität gezielt bewerten.

Urbaner Digitaler Zwilling
Das Förderprojekt MACspeeDZ verknüpft Klima-, Umwelt- und Geodaten in einem Urbanen Digitalen Zwilling. Foto: Adobe Stock/Andrey Popov

Im Rahmen des auf vier Jahre angelegten Förderprojekts „MACspeeDZ – Planungsbeschleunigung für die Klimaanpassung mit Urbanen Digitalen Zwillingen“ – entwickeln die Städte Mannheim und Aachen gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung ein digitales Instrument, das das Kommunen bei wichtigen Entscheidungen in der Stadt- und Freiraumplanung unterstützt.

Auf Grundlage belastbarer Daten besteht das Ziel darin, künftig schneller zu erkennen, welche Maßnahmen zur Steigerung der Resilienz und Lebensqualität in Städten beitragen. Dies berichtet die Stadt Mannheim in einer Mitteilung.

Urbane Digitale Zwillinge als Basis moderner Planung

„Moderne Stadtentwicklung braucht verlässliche Daten und klare Entscheidungsgrundlagen“, erklärt Planungsbürgermeister Ralf Eisenhauer. „Mit MACspeeDZ schaffen wir ein Werkzeug, das uns hilft, Stadtplanung einfacher, schneller und verständlicher zu machen – für eine lebenswerte und zukunftsfähige Stadt Mannheim.“

Das Vorhaben knüpft an bereits vorhandene Urbane Digitale Zwillinge in Mannheim und Aachen an, vor allem auf den Daten des Stadtklimamessnetzes und des darauf aufbauenden Mikroklimamodells der Smart City Mannheim GmbH. In den nächsten vier Jahren wird daraus ein modernes System entwickelt, das Klima-, Umwelt-, Geo- und Verwaltungsdaten zusammenführt. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz lassen sich in Zukunft unterschiedliche Planungsoptionen analysieren und ihre Auswirkungen simulieren. Dies kann sowohl auf Ebene ganzer Quartiere als auch auf Ebene einzelner Gebäude geschehen.

So können Kommunen schneller abschätzen, welche Effekte etwa zusätzliche Grünflächen, angepasste Bebauungsstrukturen oder neue Wegeführungen auf die Aufenthaltsqualität und die Temperaturentwicklung haben. Dies schafft eine fundierte Entscheidungsgrundlage und trägt dazu bei, Planungsprozesse effizienter zu gestalten.

Digitale Technologien für transparente Planungsprozesse

MACspeeDZ veranschaulicht, wie digitale Technologien Prozesse in der Stadtplanung vereinfachen und transparenter gestalten können. Das Projektteam konzipiert das neue Instrument so, dass auch andere Städte es nach Abschluss des Projekts nutzen können. Die Gesamtförderung beläuft sich auf 3,4 Millionen Euro.

In Mannheim setzen die Verwaltung und die MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH das Vorhaben in enger Abstimmung um. Während die Stadt Mannheim die fachliche Steuerung übernimmt und die Praxistests begleitet, liegt ein Schwerpunkt der MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH auf der Entwicklung der Benutzeroberfläche der digitalen Anwendung.

Weitere Projektpartner sind:

  • regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbh
  • GEO-NET Umweltconsulting GmbH
  • E.ON Energy Research Center, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen)
  • Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT), Universität Stuttgart

Red.

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