Für die digitale Zukunft der Kommunen: Smart City Campus in Westhausen wird offizielles Reallabor des Bundes

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMVD) listet den Smart City Campus in Westhausen als Digitallabor des Bundes. Für die Digitalisierung der Kommunen in Baden-Württemberg und darüber hinaus ist dies ein Meilenstein.

Smart City Campus in Westhausen
Der Smart City Campus in Westhausen dient als Reallabor für kommunale Anwendungsfälle. Foto: Adobe Stock/Have a nice day

Der Smart City Campus in Westhausen ist nun offiziell als Reallabor auf dem Innovationsportal des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) gelistet. Das Zentrum für Digitale Entwicklung (ZDE) wurde zusammen mit der GEO DATA GmbH und der KI-P GmbH für sein innovatives Testfeld ausgezeichnet. Diese Anerkennung ist nicht nur für die kommunale Digitalisierung in Baden-Württemberg von großer Bedeutung, sondern auch für die digitale Transformation anderer Regionen. Dies berichtet das Zentrum für Digitale Entwicklung auf seiner Website.

Das Reallabor befasst sich mit kommunalen Anwendungsfällen, die durch den gezielten Einsatz digitaler Technologien praxisnah erprobt und weiterentwickelt werden. Auf dem Gelände in Westhausen werden innovative Lösungen für intelligentes Parkraummanagement, die Überwachung von Luftqualität und Glatteisgefahr sowie für den Ausbau von öffentlichem WLAN und 5G unmittelbar erlebbar. Grundlage hierfür ist eine modulare Infrastruktur, die Sensorik, Datenverarbeitung und -visualisierung miteinander verbindet – realisiert direkt an und in intelligenten Leuchten.

Smart City Campus in Westhausen liefert wertvolle Erkenntnisse

Der Smart City Campus dient als zentrale Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Als Bestandteil des vom Bund geförderten 5G-Innovationsprogramms profitiert er sowohl von finanzieller Förderung als auch von den rechtlichen Rahmenbedingungen, die den Betrieb eines eigenen 5G-Campusnetzes ermöglichen.

Die Erkenntnisse, die im Reallabor gewonnen werden, kommen unmittelbar der Entwicklung technischer Standards und künftiger Normen zu Gute. Dies betrifft beispielsweise den Bereich offener Datenplattformen oder die Frage der rechtssicheren Verarbeitung kommunaler Daten. Aber auch, wenn es darum geht, das Projekt weiterzuentwickeln und zu vernetzen, unterstützen Behörden wie die Bundesnetzagentur und das BMDV.

Red.

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