Kommunale Wärmewende: Dieses Tool bietet Städten und Gemeinden Orientierung

Die klimaneutrale Wärmeplanung kann für Städte und Gemeinden herausfordernd sein. Der WärmeGuide der deutschen Klimaschutzorganisation GermanZero unterstützt Kommunen daher auf genau diesem Weg. Das Online-Tool bietet unter anderem einen ersten Überblick über die lokale Wärmesituation und stellt praxisnahe Handlungsempfehlungen bereit.

WärmeGuide
Der WärmeGuide bündelt statistische Daten, Szenarien und Praxisbeispiele und erleichtert Kommunen so den Einstieg in eine systematische, klimaneutrale Wärmeplanung. Foto: Adobe Stock/Pixel-Shot

Mit dem WärmeGuide steht Städten und Gemeinden bereits seit November 2025 ein kostenfreies Online-Tool zur Verfügung, das sie auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung unterstützt. Die deutsche Klimaschutzorganisation GermanZero hatte die Plattform zuvor entwickelt – mit wissenschaftlicher Begleitung des Öko-Instituts und fachlicher Unterstützung des Kompetenzzentrums Wärmewende (KWW) der dena.

Der WärmeGuide verschafft Kommunen einen ersten Überblick über die Situation der lokalen Wärmeversorgung und zeigt mögliche nächste Schritte auf. Er liefert Informationen zum technischen Ist-Zustand, zur Gebäude- und Eigentumsstruktur sowie einen Ausblick darauf, wie die Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045 gestaltet werden könnte. Dies berichtet das Öko-Institut in einer Mitteilung.

Kommunale Wärmeplanung mit dem WärmeGuide

Das Online-Tool basiert auf statistischen Daten auf Bundesebene, die für jede Kommune gebündelt bereitstehen. Es begleitet die Kommunen entlang der gesamten Planungsphase:

  • Es bietet Orientierung und Struktur für den Einstieg in die Wärmeplanung, mit klaren Prozessschritten und praxisnahen Leitfäden.
  • Mit individuellen Zukunftsszenarien anhand statistischer kommunaler Daten veranschaulicht das Tool Potenziale von Abwärme, erneuerbaren Energien und Effizienzoptionen.
  • Handlungsempfehlungen für den Übergang von der Planung in die Umsetzung stehen bereit.
  • Für die bürgernahe Wärmewende werden mit einer sozio-ökonomischen Perspektive verschiedene Lebensrealitäten berücksichtigt.
  • Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Region verdeutlichen, wie die Wärmewende unter verschiedenen Rahmenbedingungen gelingen kann.

„Gerade kleine und mittlere Kommunen stehen bei der Wärmeplanung vor erheblichen Herausforderungen: begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen und komplexe Rahmenbedingungen erschweren den Start“, erklärt Johannes Hofmann, Referent Wärmewende und Projektleiter WärmeGuide bei GermanZero. „Was fehlt ist Einstiegswissen – diese Basis liefern wir jetzt mit dem WärmeGuide, der einen niedrigschwelligen, aber fundierten Überblick bietet.“

Das Online-Tool und seine Besonderheiten

„Unsere Forschung kombiniert Geodaten und statistische Analysen in einem modellbasierten Ansatz, der zentrale Grundlagen für den WärmeGuide liefert“, so Dr. Sybille Braungardt, Gruppenleiterin Wärmewende & Effizienz, Bereich Energie & Klimaschutz.

„Im WärmeGuide werden für die Potenzialermittlung einheitliche Modelle und Annahmen auf alle Kommunen angewendet. Tatsächliche Werte und Daten, die auf Landes- oder Kommunalebene vorliegen, können davon abweichen. Der WärmeGuide ersetzt deshalb nicht die kommunale Wärmeplanung, aber er gibt erste Anhaltspunkte. Ergänzt mit Wissen über die Gegebenheiten vor Ort kann so die Wärmeplanung gut gestartet werden.“

Red.


Zum WärmeGuide

Das Online-Tool für die kommunale Wärmeplanung ist hier abrufbar.


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