Fußverkehrsförderung in Zeiten des Klimawandels: Vier Modellstädte gehen voran

Bei großer Hitze kann es für Fußgängerinnen und Fußgänger schnell ungemütlich werden. Der Fachverband FUSS e.V. hat daher ein Modellprojekt zur Fußverkehrsförderung in Zeiten des Klimawandels gestartet.

Fußverkehrsförderung in Zeiten des Klimawandels
Um angesichts des Klimawandels geeignete Maßnahmen zur Fußverkehrsförderung zu identifizieren, hat der Fußgängerschutzverein und Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. vier Modellstädte ausgewählt. Foto: Adobe Stock/trattieritratti

Ob aufgrund von Hitze, Stürmen oder Starkregen – der Klimawandel ist in unserem Alltag längst angekommen. Um die Lebensqualität auch für Fußgängerinnen und Fußgänger in heißen Sommern zu erhalten, sollten Städte und Kommunen rechtzeitig Maßnahmen zur Klimaanpassung ergreifen.

Um den Stadtraum an Klimaveränderungen anzupassen und zugleich den Fußverkehr zu fördern, hat der Fußgängerschutzverein und Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. ein Modellprojekt ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Besseres Klima in Kommunen geht gut“ kooperiert der Verein mit den vier Modellstädten Hannover, Köln, Luckenwalde und Nürtingen, so FUSS e.V. in einer Mitteilung.

Fußverkehrsförderung in Zeiten des Klimawandels: Modellprojekt gestartet

Ziel des Projektes ist es, in den vier Städten die Potenziale von Klimaanpassung und Fußverkehrsförderung experimentell in Form von temporären Maßnahmen zu erproben. Zum einen werden Wege und Plätze hinsichtlich ihrer Klimaresilienz und Klimaanpassung beurteilt. Zugleich wird außerdem überprüft, ob sie für den Fußverkehr geeignet sind, berichtet FUSS e.V. auf seiner Website.

Bei Begehungen und Workshops sollen so gemeinsam mit Stadtverwaltung, Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft unterschiedliche Ideen für Maßnahmen entstehen, die es Fußgängerinnen und Fußgängern ermöglichen, bei Hitze angenehmer von A nach B zu kommen. Aber auch auf das Mikroklima der Städte sollen sich die Maßnahmen positiv auswirken.

Der Fußverkehr als ein wichtiger Bestandteil der Mobilitätswende

„Es ist völlig klar, dass wir deutlich mehr tun müssen, um die Folgen des Klimawandels erträglich zu machen. Das Zufußgehen darf auch im Hochsommer keine Qual sein“, betont Belit Onay, Oberbürgermeister von Hannover, in einer Mitteilung der Stadt. „Um die Basismobilität nachhaltig zu sichern und attraktiv zu gestalten, braucht es deutliche Veränderungen im Straßenraum.“

Maßnahmen wie schattenspendende Bäume zählen dazu ebenso wie breite und komfortable Gehwege sowie sichere Querungsmöglichkeiten. Denn: Der Fußverkehr ist nicht nur klimafreundlich, sondern auch ein zentraler Bestandteil der Mobilitätswende – und verdient gezielte Förderung.

Red.


Über das Projekt

Das Projekt „Besseres Klima in Kommunen geht gut“ des Fußgängerschutzvereins und Fachverbands Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. wird gemeinsam mit der PHINEO gAG umgesetzt. Die CHRYSANTIL Stiftung fördert es im Rahmen der Initiative Mobilitätskultur.


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