Digitale Innovationen für Kommunen: Dies sind die 5 Finalisten des Smart Country Startup Awards 2025

Bei der Smart Country Convention in Berlin wird am 1. Oktober 2025 der Smart Country Startup Award verliehen. 5 Finalisten stehen in der engeren Auswahl.

Finalisten des Smart Country Startup Award 2025
Die fünf Startups, die im Finale des Smart Country Startup Awards 2025 stehen, wollen mit ihren Lösungen die Digitalisierung der Kommunen vorantreiben. Foto: Adobe Stock/Sergey Nivens

Innovative Lösungen, die den digitalen Wandel in Kommunen vorantreiben, stehen im Fokus der Smart Country Convention (SCCON), die am 1. Oktober 2025 in Berlin stattfinden wird. Fünf Startups, die es in das Finale des Smart Country Startup Awards 2025 geschafft haben, werden ihre Lösungen für den digitalen Staat präsentieren.

Der Wettbewerb wird von „Get Started“, der Startup-Initiative des Digitalverbands Bitkom, organisiert. Die Landesinitiative „Projekt Zukunft“ der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Deloitte beteiligen sich als Unterstützer. Dies berichtet der Digitalverband Bitkom e.V. in einer Mitteilung.

Die 5 Finalisten der Smart Country Startup Awards

„Mit dem Smart Country Startup Award bringen wir die besten Ideen für die Modernisierung von Staat und Verwaltung auf die Bühne“, sagt Daniel Breitinger, Leiter Startups und Scaleups beim Bitkom. „Alle Finalisten bieten Lösungen, von denen Verwaltungen sowie Bürgerinnen und Bürger sofort profitieren können. Die Smart Country Convention ist der ideale Ort, um innovative Startups und die Verantwortlichen in Kommunen, Ländern und dem Bund zusammenzubringen.“  

Die folgenden fünf Startups haben es ins Finale des Smart Country Startup Awards geschafft:

1) Arc Climate

Das Münchner Startup „Ark Climate“ setzt auf eine KI-gestützte Softwarelösung zur Digitalisierung des kommunalen Klimaschutzes. Mit seiner Plattform bietet es kommunalen Klimaschutzabteilungen umfassende Unterstützung: Sie ermöglicht die Erfassung und Analyse von Energie- und Emissionsdaten, unterstützt die Planung sowie Umsetzung konkreter Maßnahmen und fördert zugleich die Kommunikation und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

2) GovIntel

Das Berliner Startup „GovIntel“ nutzt Künstliche Intelligenz, um Vergabemitteilungen, Haushaltsdaten, Sitzungsprotokolle und Parlamentsdebatten auszuwerten. So entstehen Hinweise auf geplante Beschaffungen bereits sechs bis zwölf Monate bevor eine Ausschreibung veröffentlicht wird. Diese frühzeitige Information ermöglicht es Unternehmen, ihre Lösungen rechtzeitig zu positionieren, während Verwaltungen frühzeitig Zugang zu passenden Innovationen erhalten – noch bevor ein enger Ausschreibungsrahmen definiert ist.

3) HzE-Portal

Das Leverkusener Startup „HzE-Portal“ verfolgt das Ziel, die Kinder- und Jugendhilfe zu digitalisieren. Es unterstützt Jugendämter sowie freie Träger dabei, geeignete Betreuungsplätze schneller zu identifizieren und die Belegung effizient zu koordinieren. Datenschutzkonforme Prozesse und intelligente Auswertungen vereinfachen die strategische Jugendhilfeplanung, sodass junge Menschen schneller die Unterstützung erhalten, die sie brauchen.

4) Leistungslotse

Das Berliner Startup „Leistungslotse“ entwickelt eine digitale One-Stop-Shop-Lösung für Sozialleistungen. Die Anwendung begleitet Nutzerinnen und Nutzer verständlich durch den Antragsprozess und minimiert auf diese Weise fehlerhafte oder unvollständige Unterlagen. Dies verringert den Verwaltungsaufwand und erleichtert Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Leistungen wie Wohngeld oder der Grundsicherung.

5) Lexaru

Das Münchner Startup „Lexaru“ entwickelt eine Anwendung, die Ausländerbehörden bei ihren Aufgaben entlasten soll. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz werden Dokumente geprüft, Daten extrahiert und nachvollziehbare sowie rechtssichere Bescheide erstellt. In Folge dessen erhalten Antragsteller schneller eine Rückmeldung, während die Behörden den Aufwand für Korrekturschleifen deutlich reduzieren können.

Red.


Smart Country Convention 2025

Bei der Smart Country Convention dreht sich alles um die digitale Transformation von Städten, Regionen und Behörden. Auf dem Berliner Messegelände kommen vom 30. September bis 2. Oktober 2025 über 18.000 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Forschung zusammen, um sich zu den aktuellen Herausforderungen für den öffentlichen Sektor auszutauschen.


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