Sportplätze in neuem Licht: Wermelskirchen setzt auf LED-Flutlicht

Wermelskirchen hat die Flutlichtanlagen auf drei Sportplätzen auf LED-Technologie umgestellt. Die neue Beleuchtung verbessert die Ausleuchtung, senkt den Energieverbrauch und ermöglicht eine bedarfsgerechte Steuerung – ein Schritt hin zu effizienterem und zukunftsfähigem Sportbetrieb.

LED-Flutlicht Sportplatz
Moderne LED-Flutlichtanlagen ermöglichen eine effiziente und bedarfsgerechte Ausleuchtung von Sportplätzen. Foto: Adobe Stock/Leonard

Die Stadt Wermelskirchen hat auf drei Sportanlagen die vorhandenen Flutlichtsysteme auf LED-Technologie umgestellt. Hierbei wurden die bisherigen Halogenleuchten durch moderne LED-Fluter ersetzt.

Auslöser des Vorhabens war die Rückmeldung der lokalen Sportvereine, wonach die vorhandene Beleuchtung für den abendlichen Trainings- und Spielbetrieb nicht mehr ausreichend war. Ziel war es, die Sportplätze so auszustatten, dass ein regelkonformer Spielbetrieb in der Kreis- und Landesliga sichergestellt ist. Dies berichtet das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit auf seiner Website.

Vorteile von LED-Technik bei der Sportplatzbeleuchtung

Neben der verbesserten Ausleuchtung bringt die neue LED-Technologie weitere Vorteile mit sich: Sie benötigt deutlich weniger Energie als die bisherigen Leuchtmittel und senkt dadurch nachhaltig die Stromkosten der Vereine. Darüber hinaus zeichnen sich LED-Leuchten durch eine längere Lebensdauer und einen geringeren Wartungsaufwand aus.

Auch die zunehmend erschwerte Verfügbarkeit konventioneller Leuchtmittel floss in die Entscheidungsfindung ein. Nachdem Anfang 2024 am Sportplatz Höferhof zwei ältere Strahler ausgefallen waren, ließ sich zunächst lediglich eine Zwischenlösung realisieren. Mit der inzwischen abgeschlossenen Umrüstung sind die Fußballanlagen in Wermelskirchen nun zukunftsfähig und energieeffizient ausgestattet.

Intelligente Steuerung für mehr Energieeffizienz

Die LED-Technik ermöglicht insbesondere dann Energieeinsparungen, wenn die Beleuchtung im Trainingsbetrieb auf 75 Lux eingestellt ist. Aus diesem Grund ist diese Stufe als Standard definiert. Für Abendveranstaltungen oder Spiele unter Flutlicht wird hingegen die maximale Lichtstärke freigegeben.

Im Trainingsbetrieb lassen sich so im Vergleich zur bisherigen Flutlichtanlage deutliche Energieeinsparungen erreichen. Unter diesen Voraussetzungen dürfte sich die Investition voraussichtlich innerhalb von sieben bis acht Jahren amortisieren. Im Spielbetrieb steigt der Stromverbrauch hingegen kurzfristig auf mehr als das Doppelte.

Um eine bedarfsgerechte Nutzung sicherzustellen, kann die Stadt Wermelskirchen sämtliche Anlagen zentral steuern. Über eine App lassen sich Betrieb und Einsatz der Flutlichtanlagen einsehen und überwachen. Je nach Anforderung erhalten Trainer, städtische Beschäftigte sowie weitere berechtigte Personen Zugriff auf die Steuerung.

Die bisherigen Erfahrungen mit der App-Steuerung sind positiv. Das System arbeitet zuverlässig und trägt zu einem effizienten Anlagenbetrieb bei. Zugleich ermöglicht die zentrale Steuerung, die Beleuchtung gezielt am tatsächlichen Bedarf auszurichten. Zuvor konnte das Flutlicht über Schalter in den Kabinen weitgehend uneingeschränkt bedient werden, wobei im Trainingsbetrieb häufig eine höhere Beleuchtungsstärke eingesetzt wurde als notwendig.

Tipps für andere Kommunen

Entscheidend ist, die Anforderungen der künftigen Nutzerinnen und Nutzer frühzeitig zu ermitteln und den tatsächlichen Bedarf realistisch einzuschätzen. Bereits in der Planungsphase sollte zudem auf energieeffiziente und zukunftsfähige Technik gesetzt werden, da herkömmliche Leuchtmittel zunehmend schwer verfügbar sind.

Auch die Steuerungs- und Regelungsfunktionen der Anlagen sollten von Beginn an berücksichtigt werden, um dauerhafte Energieeinsparungen zu gewährleisten. Einheitliche Systeme tragen zudem dazu bei, Wartung, Bedienung und die Beschaffung von Ersatzteilen zu vereinfachen.

Darüber hinaus erwies es sich in Wermelskirchen als hilfreich, die beteiligten Vereine frühzeitig einzubinden und Fördermöglichkeiten rechtzeitig zu prüfen.

Red.

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