Mit Wasserstoff in die Zukunft: Feuchtwangen setzt auf innovative Technologie

Um seine Infrastruktur klimafreundlich auszurichten, setzt die mittelfränkische Stadt Feuchtwangen auf die Zukunftstechnologie Wasserstoff. Auch ein sogenannter „digitaler Zwilling“ ist im Einsatz, wie die Stadt berichtet.

Wasserstoff als Zukunftstechnologie
Um Wasserstoff als Zukunftstechnologie bestmöglich zu nutzen, verwendet die Stadt Feuchtwangen einen sogenannten „digitalen Zwilling“. Foto: Adobe Stock/AddMeshCube

Im Feuchtwangen ist der Aufbau einer klimafreundlichen Infrastruktur in vollem Gange. Die Stadt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach setzt ganz auf die Zukunftstechnologie Wasserstoff – und plant mithilfe eines sogenannten „digitalen Zwillings“ den für Feuchtwangen optimalen Betrieb eines Elektrolyseurs. In diesem elektrochemischen Gerät wird Wasser mithilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt.

Bei dem digitalen Zwilling handelt es sich um ein softwarebasiertes Modell der realen Anlage. Dieses simuliert und optimiert den zukünftigen Betrieb der Elektrolyse bereits im Vorfeld, wie die Stadt Feuchtwangen in einer Mitteilung berichtet.

Wasserstoff als Zukunftstechnologie: Feuchtwangen nutzt digitalen Zwilling

„Wir setzen bewusst auf einen intelligenten und vorausschauenden Planungsansatz. So sorgen wir dafür, dass unsere geplante Wasserstoffproduktion und auch -nutzung über die gesamte Lebensdauer der Anlage effizient und wirtschaftlich abläuft“, erklärt Feuchtwangens erster Bürgermeister Patrick Ruh.

Mithilfe des digitalen Zwillings ist es möglich, die verschiedensten Szenarien zu berechnen – seien es Dunkelflauten im Winter oder Strompreisschwankungen. Aber auch Abnahmeverzögerungen und eventuelle Betriebsstörungen können simuliert werden. Die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse sind wertvoll, wenn es darum geht, die Anlage auszulegen und zu steuern.

„Damit können wir etwa sicherstellen, dass auch bei wechselnder Einspeisung aus erneuerbaren Quellen die Wasserstofflieferungen verlässlich eingehalten werden können“, betont Ruh. „Durch die Lage nahe der Autobahn, die bestehende Infrastruktur und das Potenzial für erneuerbare Energien ist Feuchtwangen ein strategisch hoch interessanter Standort und kann sich zu einem zentralen Knotenpunkt für die regionale Wasserstoffwirtschaft entwickeln.“

Red.

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