Sechs Kommunen aus ganz Deutschland wurden im Rahmen des Wettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2025“ für ihre richtungsweisenden Klimaschutzprojekte ausgezeichnet. Ob mit einem klimaneutralen Eisstadion oder einer energieautarken Kläranlage – die Preisträger zeigen, wie vorbildliches Engagement auf lokaler Ebene zu einer lebenswerten und klimafreundlichen Zukunft beiträgt.

Klimaschutz ist ein zentrales Anliegen für Kommunen – und zugleich leisten sie selbst einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. In zahlreichen Handlungsfeldern setzen Städte und Gemeinden gezielt Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen um und übernehmen damit eine Vorbild- und Impulsfunktion.
Im Rahmen der Kommunalen Klimakonferenz in Berlin wurden am Dienstag, den 25. November 2025 sechs Kommunen, die am Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2025“ teilgenommen hatten, für ihre herausragenden Projekte ausgezeichnet. Sie erhalten jeweils 40.000 Euro Preisgeld zur Unterstützung weiterer Klimaschutzmaßnahmen. Dies berichtet das Deutsche Institut für Urbanistik in einer Mitteilung.
Die 6 Gewinner des Wettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2025“ und ihre Projekte
„Die Preisträger zeigen die Kreativität, das Engagement und die Vielfalt, mit der kommunaler Klimaschutz in Deutschland verwirklicht wird. Die ausgezeichneten Projekte schützen nicht nur vorbildhaft das Klima, sondern verbessern nachhaltig und machen die Städte und Landkreise zu lebenswerten Orten. Ihr Einsatz zeigt: Klimaschutz lohnt sich für alle“, betont Bundesumweltminister Carsten Schneider in einer Mitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
In den drei Kategorien Großstädte, Mittel- und Kleinstädte sowie Landkreise und kleine Gemeinden würdigte die Jury in diesem Jahr jeweils zwei Kommunen. Die gleichrangigen Preisträger verdeutlichen auf beispielhafte Weise, wie Klimaschutz unter verschiedensten Bedingungen erfolgreich umgesetzt werden kann und die Menschen vor Ort bereits heute davon profitieren. Sie hatten sich beim Wettbewerb unter insgesamt 133 Bewerbern durchgesetzt.
Stuttgart (Baden-Württemberg) mit der klimaneutralen Eiswelt
Das städtische Eisstadion „Eiswelt“ wurde einer umfassenden energetischen Sanierung unterzogen. Anstelle von Gasheizung und Blockheizkraftwerk werden nun Wärmepumpen, Abwärmenutzung und eine innovative PV-Folie verwendet. Der Betrieb der „Eiswelt“ ist seit der Saison 2024/25 vollständig CO2-neutral.
Kiel (Schleswig-Holstein) mit der seriellen Kerndämmung in einer Kleinwohnungssiedlung
Mit der seriellen Kerndämmung einer Kleinwohnungssiedlung mit einhundert denkmalgeschützten Reihenhäusern aus dem Jahr 1938 konnte die Landeshauptstadt Kiel eine energetische Verbesserung der Gebäude erreichen, die Klimaschutz, Denkmalschutz und soziale Aspekte miteinander verbindet.
Stadt Eisenach (Thüringen) mit der Grundschule im sanierten Plattenbau
Die Mosewald-Grundschule in Eisenach befindet sich in einer Plattenbausiedlung mit hohem Sanierungsbedarf. Mit der umfassenden energetischen Sanierung und Neugestaltung der Schule verfolgt die Stadt das Ziel, Klimaschutz, Klimaanpassung und Umweltbildung konsequent miteinander zu verknüpfen.
Stadt Greven (Nordrhein-Westfalen) mit der energieautarken Kläranlage
Kläranlagen zählen im kommunalen Bereich zu den größten Energieverbrauchern. Im Mittelpunkt des Projekts steht daher die energetische Optimierung der Kläranlage in Greven-Reckenfeld, die von einem großen Energieverbraucher zu einer nahezu energieautarken Anlage wird. Die umgesetzten Maßnahmen tragen wesentlich zur Verringerung der Treibhausgasemissionen in Greven bei.
Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz (Bayern) für seine Umsetzung von Wärmenetzen
Der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz setzt nachhaltige Wärmenetze in Wohn- und Gewerbegebieten der Kommunen um. Dabei verfolgt er das Ziel, fossile Energieträger zu ersetzen, CO2-Emissionen zu senken und eine klimafreundliche Wärmeversorgung im ländlichen Raum zu etablieren.
Stadt Gudensberg (Hessen) mit ihrem klimafreundlichen Kommunikationszentrum
Die Stadt Gudensberg zählt dank ihres sozial-integrativen Kommunikations- und Begegnungszentrums zu den Gewinnern. Mit dem Zentrum demonstriert die Stadt, wie der klimaeffiziente Umbau und die vielseitige Umnutzung eines bestehenden Gebäudes unter Beteiligung ganz verschiedener Nutzergruppen erfolgreich umgesetzt werden kann.
Red.
Über den Wettbewerb 2025
Der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ wurde im Rahmen des Projekts „Erfolgsmodell Klimaaktive Kommune“ vom Deutschen Institut für Urbanistik ausgelobt und durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Die Jury setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des BMUKN, des Umweltbundesamtes und der kommunalen Spitzenverbände zusammen.



