Auf dem Park-and-Ride-Platz an der Leipziger Messe sollen ab Herbst 2026 Solarcarports entstehen. Das geförderte Pilotprojekt kombiniert Parkraumnutzung mit erneuerbarer Energiegewinnung und soll jährlich rund 915.000 Kilowattstunden Strom erzeugen.

Grünes Licht für die Solarcarports auf dem Park-and-Ride-Platz an der Leipziger Messe: Das vom Freistaat mit zwei Millionen Euro geförderte Pilotvorhaben kann ab September 2026 in die Bauphase starten. Der Bauantrag wurde inzwischen genehmigt. Vorgesehen sind rund 15 Einheiten sogenannter PV-Carports, die jeweils 22 Stellplätze überdachen sollen. Insgesamt würden damit 330 Parkplätze der P+R-Anlage Neue Messe – etwa ein Drittel der gesamten Parkplatzkapazität – mit Photovoltaikmodulen ausgestattet.
Die Leipziger Kommunale Energieeffizienz GmbH (LKE), ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Leipzig, wird die Anlage errichten und künftig betreiben. Sie ist auf eine jährliche Stromproduktion von 915.000 Kilowattstunden ausgelegt, was dem Verbrauch von etwa 300 Haushalten entspricht. Die maximale Gesamtleistung beträgt 1 Megawatt Peak (MWp), so die Stadt Leipzig in einer Mitteilung.
Ein Pilotprojekt „mit überregionaler Strahlkraft“
„Mit der PV-Carportanlage an der Leipziger Messe realisieren wir ein Pilotprojekt für den flächen-schonenden Ausbau erneuerbarer Energien mit überregionaler Strahlkraft, welches es in dieser Größenordnung bisher nur selten gibt,“ betont der Leipziger Umwelt- und Klimabürgermeister Heiko Rosenthal.
Mit der geplanten Inbetriebnahme ab Mai 2027 soll die Anlage zur Klimaneutralität Leipzigs beitragen und jährlich 335 Tonnen CO₂ einsparen. Darüber hinaus spenden die Carports Schatten und schützen die Nutzerinnen und Nutzer vor Niederschlag.
Das Pilotprojekt wird über das Kommunale Energie- und Klimabudget (KomEKG) gefördert. Aus diesem Programm erhielt die Stadt Leipzig in den Jahren 2023 und 2024 jeweils eine Million Euro vom Freistaat Sachsen, die explizit für den Ausbau erneuerbarer Energien vorgesehen sind. Ergänzend stellt die Stadt 528.000 Euro aus eigenen Mitteln bereit.
Die Solarcarports als Teil der städtischen Klimaschutzstrategie
Die Photovoltaikanlage an der Neuen Messe ist ein Teil der städtischen Klimaschutzbemühungen und unterstützt das Ziel des Stadtrats, die Nutzung kommunaler Dachflächen zur Erzeugung erneuerbarer Energien weiter auszubauen. Dies gilt sowohl für Bestandsgebäude als auch für Neubauten.
„Die Zusammenarbeit mit der Leipziger Kommunalen Energieeffizienz GmbH läuft optimal. Bisher hat sie auf städtischen Dachflächen Solaranlangen mit einer Leistung von rund 3 Megawatt Peak errichtet. Dies sorgt auch für eine Entlastung des städtischen Haushalts“, erklärt Baubürgermeister Thomas Dienberg.
Seit Beginn der Kooperation mit der LKE wurden bis Ende 2024 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 2,3 MWp installiert. Im Jahr 2025 kamen Anlagen mit 0,52 MWp hinzu, für das laufende Jahr sind weitere 0,85 MWp vorgesehen. Insgesamt zeigt sich, dass Bestandsgebäude mit hohem Potenzial und vergleichsweise geringen Hürden weitgehend erschlossen sind.
Red.




