Nachhaltigkeit effizient managen: Neues digitales Portal unterstützt Städte, Kreise und Gemeinden

Kommunen sind zentrale Akteure bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele – stehen dabei aber oft unter hohem Ressourcen- und Koordinationsdruck. Ein neues Portal unterstützt Städte, Landkreise und Gemeinden jetzt dabei, ihre Nachhaltigkeitsarbeit effizienter zu steuern.

Portal für nachhaltige Kommunen
Das neue Portal für nachhaltige Kommunen bündelt Daten, Strategien und Praxiswissen und erleichtert die integrierte Steuerung von Nachhaltigkeitsprozessen vor Ort. Foto: Adobe Stock/Dee karen

Kommunen kommt bei der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der Agenda 2030 der Vereinten Nationen eine Schlüsselrolle zu. Etwa zwei Drittel der Unterziele können nur auf lokaler Ebene erreicht werden. Ob Klimaschutz und Energie, Mobilität, Wohnen, Bildung oder Infrastruktur – entscheidend ist das Handeln vor Ort für den Erfolg nachhaltiger Entwicklung.

Das Nachhaltigkeitsmanagement wird als freiwillige Aufgabe häufig unter finanziell angespannten Bedingungen und mit begrenzten personellen Kapazitäten organisiert. Folglich koordinieren in vielen Kommunen nur wenige Stellen oder einzelne Personen diese komplexe Aufgabe. Dies berichtet das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) in einer Mitteilung.

Portal für nachhaltige Kommunen stärkt Städte, Gemeinden und Landkreise

Mit dem Portal für nachhaltige Kommunen steht Städten, Landkreisen und Gemeinden in Deutschland ab sofort ein neues digitales Instrument zur Verfügung, das sie beim Nachhaltigkeitsmanagement unterstützt.

Die Anwendung baut auf dem bewährten SDG-Portal auf und wurde seit Frühjahr 2024 im Rahmen eines Modellvorhabens gemeinsam mit 25 Modellkommunen sowie den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Nachhaltige Kommunen“ zu einer umfassenden digitalen Plattform weiterentwickelt. Das Portal wird von der Bertelsmann Stiftung betrieben; der Entwicklungsprozess wurde vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) begleitet.

„Kommunen treiben nachhaltige Entwicklung jeden Tag voran, unter Bedingungen, die selten einfach sind“, so Projektleiterin Marie Munzert vom Difu. „Das Portal hilft, bestehende Instrumente besser zu verzahnen, Fortschritte sichtbar zu machen und die Nachhaltigkeitsarbeit integriert zu steuern.“

Die drei zentralen Funktionen des Portals

Das Portal für nachhaltige Kommunen umfasst drei zentrale Funktionsbereiche. Zum einen stellt es für alle Städte und Gemeinden ab 5000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie für sämtliche Landkreise standardisierte Kommunalprofile mit Nachhaltigkeitsindikatoren aus dem Datenportal „Wegweiser Kommune“ bereit.

Zum anderen ermöglicht es kommunalen Verwaltungen, eigene Profile zu erstellen und dort individuelle Nachhaltigkeitsstrategien sowie -berichte mit Zielen, Indikatoren und Maßnahmen zu hinterlegen. Als Orientierung dienen dabei etablierte Rahmenwerke wie der Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune und die Agenda 2030. Ergänzend bündelt die Rubrik „Wissen“ Anwendungswissen, Praxisbeispiele, erprobte Instrumente sowie Unterstützungsangebote und wird fortlaufend erweitert.

Ein KI-gestütztes Tool ermöglicht einen präzisen, kontextbezogenen Zugriff auf relevante Inhalte aus verschiedenen Publikationen – unabhängig davon, an welcher Stelle sich Nutzende im Portal befinden. Im Netzwerk werden Kommunen mit individuellen Profilen sowie engagierte Partnerinnen und Partner zusammengeführt, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: die nachhaltige Entwicklung vor Ort zu stärken, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Somit setzt das neue Portal gezielt auf das „Wissen der Vielen“ und auf gegenseitiges Lernen.

Das neue Portal steht Kommunen unabhängig von ihrer Größe, ihren verfügbaren Ressourcen oder dem Stand ihres Nachhaltigkeitsmanagements kostenfrei zur Verfügung. Erforderlich ist lediglich eine einmalige Registrierung.

Red.


Über das Portal

Das Portal für nachhaltige Kommunen wird von zwölf Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Nachhaltige Kommunen“ getragen, darunter beispielsweise das Deutsche Institut für Urbanistik, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag.


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