Digitale Technologien sind in deutschen Großstädten längst kein Zukunftsthema mehr. Laut Smart City Index 2025 nutzen bereits 76 Prozent digitale Lösungen für die Energie- und Wärmeplanung. Auch in Verwaltung und Bürgerservice schreitet die Digitalisierung voran, etwa durch KI-Chatbots und mobile Bezahlmöglichkeiten im Bürgeramt.

Ob Künstliche Intelligenz, intelligente Energienetze oder digitale Zwillinge von Energienetzen: Digitale Technologien spielen in der Energie- und Wärmeplanung deutscher Großstädte bereits eine zentrale Rolle. 76 Prozent haben solche Lösungen bereits im Einsatz.
Weitere 12 Prozent führen diese derzeit ein, während sich 1 Prozent noch in der Testphase befindet. Sieben Prozent planen den Einsatz digitaler Anwendungen im Bereich Energie und Wärme, lediglich für 4 Prozent ist dies aktuell kein Thema.
Diese Ergebnisse stammen aus dem Studienbericht zum Smart City Index 2025. Der Bericht enthält Detailauswertungen des Digitalrankings des Digitalverbands Bitkom für 83 deutsche Städte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dies berichtet der Verband in einer Mitteilung.
Von KI-Chatbots bis Mobile Payment
„Die Energieversorgung ist ein zentrales Zukunftsthema für jede Stadt, das alle Bürgerinnen und Bürger ganz unmittelbar berührt. Digitale Technologien bieten den Verantwortlichen nicht nur effiziente Möglichkeiten zur Steuerung, sondern sind inzwischen auch ein praktisch unverzichtbares Planungstool“, so Sven Wagner, Smart-City-Experte des Bitkom. „Der Smart City Index des Bitkom kann und soll auch Inspiration sein, um neue Digitalisierungsprojekte vor Ort zu starten.“
Der Studienbericht liefert zudem zahlreiche weitere Erkenntnisse zum Stand der Digitalisierung in deutschen Großstädten. So setzen bereits 45 Prozent der Städte KI-gestützte Chatbots ein, um Bürgeranfragen rund um die Uhr zu beantworten. Auch bei digitalen Verwaltungsservices zeigt sich ein deutlicher Fortschritt: In 84 Prozent der Städte ist mobiles Bezahlen im Bürgeramt inzwischen möglich. Vor zwei Jahren lag dieser Anteil noch bei 54 Prozent.
Digitalranking mit breiter Datengrundlage
Für den Smart City Index wurden insgesamt 13.529 Datenpunkte erhoben, geprüft und qualifiziert. Das sind 245 mehr als im Vorjahr. In die Analyse flossen alle 83 deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ein. Bewertet wurden die fünf Themenfelder Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung.
Diese gliedern sich in 37 Indikatoren und insgesamt 163 Parameter, ein Parameter mehr als 2024. Berücksichtigt wurden dabei unter anderem Online-Bürgerservices, Sharing-Angebote im urbanen Verkehr, Umweltsensorik, die Breitbandverfügbarkeit sowie digitale Fortbildungsangebote für Lehrkräfte und Verwaltungsbeschäftigte.
Die Kommunen wurden aktiv in die Datenerhebung einbezogen und hatten die Möglichkeit, eigene Digitalisierungsdaten samt Quellenangaben einzureichen. Davon machten in diesem Jahr erstmals alle Städte Gebrauch. Die Rücklaufquote erreichte damit 100 Prozent, nach 99 Prozent im Vorjahr.
Anschließend prüfte und validierte ein Expertenteam von Bitkom Research die eingereichten Angaben. Unterstützt wird der Smart City Index von Visa, PwC Deutschland und Bentley Systems. Zudem steht das Ranking als interaktive Online-Karte zur Verfügung.
Red.



