Serielles Sanieren setzt auf digitalisierte Prozesse und vorgefertigte Elemente, um Bestandsgebäude energetisch zu modernisieren – mit kürzeren Bauzeiten, geringeren Kosten und weniger Belastungen für die Bewohnerschaft. Drei neue Leitfäden des dena-Kompetenzzentrums Serielles Sanieren geben dabei Orientierung.

Gebäude mithilfe von digitalisierten Abläufen und vorgefertigten Bauteilen energetisch modernisieren – auf diesem Verfahren basiert das serielle Sanieren. Verkürzte Bauzeiten und geringere Kosten sind die Folgen – ebenso wie reduzierte Beeinträchtigungen für die Bewohnerinnen und Bewohner. Zugleich stellt serielles Sanieren eine Möglichkeit dar, Bestandsbauten effizient klimaneutral zu sanieren.
Serielle Sanierungen setzen eine genaue Bestandsanalyse, abgestimmte technische Lösungen und die frühzeitige Berücksichtigung kreislauffähiger Strategien voraus. Um hierbei zu unterstützen, hat das dena-Kompetenzzentrum Serielles Sanieren praxisnahe Leitfäden herausgegeben. Diese stellen Fachwissen und Erfahrungen aus bisherigen Projekten bereit.
Drei Leitfäden für das serielle Sanieren
Ziel der Leitfäden ist es, mit praxisnahen Handreichungen und Entscheidungshilfen Sicherheit und Orientierung in der Planungsphase zu geben:
- Der Leitfaden „Auf einen Blick – Bestandsaufnahme für die serielle Sanierung“ veranschaulicht, worauf es bei der Erhebung von Gebäudedaten ankommt. Zudem zeigt er, wie sich daraus eine belastbare Planungsgrundlage entwickeln lässt.
- Der Leitfaden „Auf einen Blick – Befestigungen in der seriellen Sanierung“ befasst sich mit den Anforderungen serieller Fassaden- und Modullösungen an die Gebäudehülle.
- Der „Energiesprong-Empfehlungskatalog – Kreislauffähigkeit in der seriellen Sanierung“ zeigt, wie sich Nachhaltigkeit systematisch in die Planung integrieren lässt. Er beschreibt die Vorteile kreislauffähiger Prinzipien und gibt Empfehlungen für deren Umsetzung.
„Um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen, muss die Energieeffizienz von Gebäuden deutlich verbessert werden“, so Christian Stolte, Bereichsleiter der Deutschen Energie-Agentur dena. „Serielle Sanierungen sind dabei ein wichtiger Baustein und schaffen zudem Innovationen mit entsprechenden Wertschöpfungspotenzialen. Unsere neuen Leitfäden geben Fachleuten praxisnahe Werkzeuge an die Hand, um Projekte effizient, nachhaltig und risikoarm umzusetzen“
Red.
Über das dena-Kompetenzzentrum Serielles Sanieren
Das Kompetenzzentrum Serielles Sanieren der dena – Deutschen Energie-Agentur – entwickelt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) einen neuen Markt für skalierbare Sanierungslösungen. Als zentrale Anlaufstelle für das serielle Sanieren koordiniert es die internationale Energiesprong-Initiative in Deutschland, vernetzt die beteiligten Akteure und fördert Innovationen. Das Team begleitet alle Phasen des seriellen Sanierens – von der Gebäudeauswahl und Konzeptentwicklung über Fördermittelberatung, Portfolioanalysen und die Umsetzung von Pilotprojekten bis zur Produktentwicklung und zum Abbau regulatorischer Hemmnisse. Regelmäßige Kick-off-Workshops, Fördertalks, Exkursionen zu Sanierungsvorhaben und Networking-Events schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Wissensaustausch, Vernetzung und die Entwicklung neuer Ideen.



