Von klimaangepassten Schulhöfen über Trinkbrunnen bis hin zu Retentionsflächen: 19 Projekte wurden im Rahmen des Förderaufrufs „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ ausgewählt. Für die Vorhaben stehen insgesamt 23,9 Millionen Euro bereit.

Der Klimawandel stellt Städte und Gemeinden in den kommenden Jahrzehnten vor erhebliche Herausforderungen. Aus diesem Grund ist der Förderaufruf „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ im Rahmen des EFRE/JTF-Programms 2021–2027 im November 2025 in die vierte Runde gestartet.
Nun stehen die 19 Projekte fest, die ein unabhängiger Begutachtungsausschuss aus den insgesamt 42 Bewerbungen ausgewählt und zur Förderung mit EU- und Landesmitteln empfohlen hat. Für die Vorhaben stehen insgesamt 23,9 Millionen Euro bereit. Diese sollen einen Beitrag dazu leisten, die klimaresiliente Entwicklung voranzubringen, wie das Land Nordrhein-Westfalen in einer Mitteilung berichtet.
„Klimaanpassung.Kommunen.NRW“: Die 19 ausgezeichneten Projekte
„Klimaanpassung ist eine zentrale Zukunftsaufgabe. Wir müssen unsere Städte und Gemeinden widerstandsfähiger machen, um die Menschen vor Hitze, Dürre und Starkregen zu schützen“, so der nordrhein-westfälische Umweltminister Oliver Krischer. „Nordrhein-Westfalen hat diese Notwendigkeit früh erkannt und treibt viele konkrete Projekte an.“
Der Begutachtungsausschuss wählte die folgenden 19 Projekte aus, die nun Förderungen erhalten sollen.
- Coole Bildungsorte für Gummersbach (Stadt Gummersbach)
- Neubau Grundschulstandort Lerbeck (Stadt Porta Westfalica)
- Starkregenschutz Weihgarten (Stadt Billerbeck)
- Klimafittes Drensteinfurt (Stadt Drensteinfurt)
- Multifunktionale Retentionsfläche Auf der Heide in Sankt Augustin (Stadt Sankt Augustin)
- Klimaoase und nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung am Turnplatz (Stadt Paderborn)
- Gleispark Köln – Multifunktionale Klimaanpassungsmaßnahme zur Reduzierung von Hitze- und Starkregenrisiken im urbanen Raum (Stadt Köln)
- Revitalisierung zweier urbaner Kleingewässer: Hochwasserschutz, ökologische Aufwertung und Verbesserung des Kleinklimas (Stadt Borgholzhausen)
- Regenwald lernen – klimaresiliente Außenanlagen im Artenschutzzentrum Südamerika (Tiergarten Kleve e.V.)
- Klimaangepasste naturnahe Schulhofumgestaltung der Gemeinschaftsgrundschule Millrath (Stadt Erkrath)
- Klimagerechte Umgestaltung des Schulhofes der Julia-Koppers-Gesamtschule und Remigius-Grundschule (Stadt Borken)
- Trinkbrunnen für eine klimaresiliente und nachhaltige Stadt (Stadt Münster)
- Lennep – Hochwasserschutz zwischen Geschichte und Klimawandel (Stadt Remscheid)
- QSA – Begrünung eines Parkhauses zur Verbesserung des Mikroklimas (Stadt Lippstadt)
- Oase im Stadtteil Heckinghausen – Raum zum Leben, DRK Schwesternschaft Wuppertal e. V.
- Klimagerechter Umbau des Schulhofs der Grundschule Ergste (Stadt Schwerte)
- Klimawandelangepasster Umbau der Freiflächen an der Grundschule Lindlar-Ost (Gemeinde Lindlar)
- Lebenswerter Ostmarkt – klimaangepasste Gestaltung und gemeinschaftliche Nutzung (Stadt Bielefeld)
- Schaffung von fehlendem UV- und Sonnenschutz in städtisch betriebenen Einrichtungen wie KiTa, OGS und OEfK (Stadt Moers)
Red.
Hintergrund
Für nachhaltige, innovative und zukunftsorientierte Projekte in Nordrhein-Westfalen stehen im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 insgesamt 1,9 Milliarden Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Just Transition Fund (JTF) bereit. Die Kofinanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Eigenanteile der Projektträger ergänzen diese Mittel. Gefördert werden Vorhaben in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstand, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohleregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit.



