Fahrradparken an Bahnhöfen: Pilotprojekt an der Filstalbahn soll Maßstäbe setzen

Mehr Platz fürs Rad am Bahnhof: Entlang der Filstalbahn zwischen Stuttgart und Ulm sollen bis Ende 2027 moderne Bike+Ride-Anlagen entstehen. Das gemeinsame Pilotprojekt von Land, Deutscher Bahn und Kommunen soll den Umstieg auf die Schiene erleichtern, Kommunen bei Planung und Beschaffung entlasten und als Vorbild für weitere Bahnstrecken in Baden-Württemberg dienen.

Bike+Ride-Anlagen
Sichere und komfortable Fahrradabstellanlagen sollen die Verknüpfung von Radverkehr und Bahnverkehr entlang der Filstalbahn verbessern. Foto: Adobe Stock/JaRu Creative Studio

Entlang der Filstalbahn zwischen Stuttgart und Ulm ist der Ausbau sicherer und komfortabler Fahrradabstellanlagen geplant. Das Land Baden-Württemberg, die Deutsche Bahn und die beteiligten Kommunen setzen das Projekt gemeinsam um. Rund 20 Kommunen haben bereits Interesse signalisiert.

Die gut erreichbaren Bike+Ride-Anlagen sollen an der Strecke des Metropolexpresses (MEX) 16 bis Ende 2027 entstehen – mit dem Ziel den Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern den Umstieg auf die Bahn zu erleichtern. Denn insbesondere auf längeren Distanzen fördern sichere und komfortable Abstellmöglichkeiten für Fahrräder die Nutzung von Bus und Bahn.

Das Vorhaben an der Filstalbahn dient als Pilotprojekt, dessen Erkenntnisse auf weitere Bahnstrecken in Baden-Württemberg übertragen werden sollen. Dies berichtet das Land Baden-Württemberg in einer Mitteilung.

Sicheres Fahrradparken erleichtert den Umstieg auf die Bahn

„Wer mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommt, soll sich darauf verlassen können: Mein Rad steht hier sicher – und ich komme entspannt weiter. Genau das entwickeln wir jetzt zusammen mit DB InfraGO und den engagierten Kommunen entlang der Filstalbahn“, erklärt die baden-württembergische Verkehrsministerin Nicole Razavi.

„Wir erleichtern damit Pendlerinnen und Pendlern den Arbeitsweg und unterstützen so auch Unternehmen, die auf ein zuverlässiges Mobilitätangebot für ihre Beschäftigten angewiesen sind. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel: mehr und bessere Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen im ganzen Land.“

„Mit dem streckenbezogenen Ausbau moderner Fahrradabstellanlagen entlang der MEX 16/Filstalbahn setzen Land, Deutsche Bahn und Kommunen gemeinsam ein starkes Zeichen“, betont Michael Groh, Regionalleiter Südwest der DB InfraGO AG. „Sichere und attraktive Bike+Ride-Angebote erleichtern die Fahrt mit dem Zug, stärken die Verknüpfung von Rad und Bahn und machen den öffentlichen Verkehr noch attraktiver.“

Groh ergänzt: „Die beteiligten Kommunen profitieren bei diesem gemeinsamen Projekt von vereinfachten Verfahren, hoher Förderung und einer besseren Aufenthaltsqualität an ihren Bahnhöfen – ein Gewinn für Pendlerinnen und Pendler, Städte und den Klimaschutz gleichermaßen.“

Kommunen profitieren von Förderungen und vereinfachten Verfahren

Für die Kommunen entlang der Strecke stellen das Verkehrsministerium Baden-Württemberg und die DB InfraGO ein umfassendes Unterstützungsangebot bereit. Dieses umfasst eine kostenfreie Beratung zur Festlegung geeigneter Standorte und zur Ermittlung des Bedarfs an Fahrradabstellanlagen.

Zudem wird die Umsetzung erleichtert, da die Kommunen die Anlagen über bestehende Rahmenverträge kostengünstig beschaffen können. Eigene umfangreiche Ausschreibungsverfahren sind nicht erforderlich. Darüber hinaus profitieren sie von attraktiven Förderbedingungen.

Mit dem Ausbau moderner Fahrradabstellanlagen verfolgt das Land im Rahmen seiner RadSTRATEGIE das Ziel, den Radverkehr stärker mit dem öffentlichen Nahverkehr zu verknüpfen. Zudem sollen sichere Abstellmöglichkeiten als Bestandteil einer leistungsfähigen Infrastruktur ausgebaut werden. Die federführende Umsetzung erfolgt durch die Kompetenzstelle RadPARKEN der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) im Auftrag des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.

Red.

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