Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim bauen größte Solarthermieanlage Deutschlands

Übergabe der Baugenehmigung für das Solarfeld in Ludwigsburg: (v. li.) Christian Stadler, Geschäftsführer Arcon-Sunmark, Bodo Skaletz, Geschäftsführer Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB), Peter Eijbergen, Geschäftsführer Arcon-Sunmark, Ursula Keck, Oberbürgermeisterin von Kornwestheim, ihr Ludwigsburger Amtskollege Werner Spec und Christian Schneider, Geschäftsführer SWLB. – Foto: SWLB

Grünes Licht für den Bau der mit rund neun Megawatt Spitzenleistung größten Solarthermieanlage in Deutschland. Sie entsteht auf Flächen der baden-württembergischen Städte Ludwigsburg und Kornwestheim.

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) haben heute (21. Juni 2019) von der Stadt Ludwigsburg die Baugenehmigung für die größte Solarthermieanlage in Deutschland entgegen genommen. Damit steht dem baldigen Baubeginn des 14.800 Quadratmeter großen Kollektorfelds auf dem so genannten Römerhügel auf Ludwigsburger und Kornwestheimer Gemarkung nichts mehr entgegen.

„Ich freue mich, dass wir mit diesem zukunftsweisenden Projekt nun offiziell starten können“, betont Werner Spec, Aufsichtsratsvorsitzender der SWLB und Oberbürgermeister von Ludwigsburg. „Der Bau der größten Solarthermie-Anlage Deutschlands ist ein wesentlicher Beitrag zum Thema Klimaschutz und zur Reduktion von CO2-Emissionen. Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen wir die Nutzung der Sonnenenergie deutlich intensivieren. Diesen Weg gehen wir hier auf dem Römerhügel.“

Ursula Keck, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der SWLB und Oberbürgermeistern der Stadt Kornwestheim, unterstrich: „Für Kornwestheim ist Klimaschutz sehr wichtig. Es freut mich sehr, dass wir mit diesem Leuchtturmprojekt auf dem Römerhügel einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltige Energieversorgung gehen. Wir können uns als Stadtverwaltung konkret in solare Energieerzeugung einbringen, unsere Ziele in Sachen Energiepolitisches Arbeitsprogramm umsetzen und einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit erneuerbaren Energien leisten.“

Baubeginn für das Solarfeld ist Anfang Juli. Die Produktion der 1088 Kollektoren läuft auf Hochtouren. Mit der Fertigstellung der Anlage rechnen die Stadtwerke Ende 2019. Die von ihr erzeugte Wärme wird in einen Wärmespeicher eingespeist, sodass die solar gewonnene Energie auch dann zur Verfügung steht, wenn es keine oder nur eine geringe Sonneneinstrahlung gibt.

Die CO2-Einsparung des gesamten kommunalen Klimaschutz-Modellprojektes ist beeindruckend. Sie beträgt 3.700 Tonnen pro Jahr – das entspricht rund 1,6 Millionen Liter Benzin oder einer Waldfläche von rund 470 Fußballfeldern. Die Wärmeerzeugungsprognose der Solarthermie-Anlage liegt bei 5.500 Megawattstunden pro Jahr. Ungefähr 300 Durchschnittshaushalte können die Stadtwerke damit ein Jahr lang versorgen.

Weitere Informationen zum Projekt und der Zugang zur Webcam am Römerhügel und die Baustellenkamera am Wärmespeicher unter www.swlb.de/solar-heat-grid.