Mit Innovation in die Zukunft: Jenas erster Laternenlader geht an den Start

Elektromobilität im Wohngebiet: In Jena können ab sofort E-Fahrzeuge an einer Straßenlaterne geladen werden. Mit dem neuen Laternenlader im Damenviertel setzen die Stadtwerke Energie und ihre Partner auf eine innovative Lösung um die Ladeinfrastruktur weiter auszubauen.

Laternenlader in Jena
Jenas erster Laternenlader im Damenviertel: flexible Ladeinfrastruktur direkt vor der Haustür. Foto: Stadtwerke Jena, Isabel Fischer

Straßenlaterne und E-Ladesäule in einem: Im thüringischen Jena steht im Damenviertel ab sofort der erste öffentlicher Laternenlader der Stadt zur Verfügung. Nach einem erfolgreichen Pilotversuch im vergangenen Jahr in der Löbstedter Straße, den die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck gemeinsam mit dem Kommunalservice Jena (KSJ) realisierten, wurde das Konzept nun im Stadtgebiet umgesetzt.

Der neue Ladepunkt an der Sophienstraße, Ecke Käthe-Kollwitz-Straße, stellt eine Leistung von 3,7 kW bereit und ist rund um die Uhr nutzbar. Direkt davor befindet sich ein großzügig bemessener Stellplatz, auf dem auch größere Fahrzeuge wie E-Transporter Platz finden.

Aufgrund der niedrigen Ladeleistung ist keine zusätzliche Parkzeitregelung erforderlich, sodass die Fahrzeuge problemlos auch über Nacht angeschlossen bleiben können. Dies berichten die Stadtwerke Jena in einer Mitteilung.

Laternenlader in Jena: Eine Straßenlaterne wird zur Ladesäule

Die Stadtwerke Energie, der Kommunalservice Jena (KSJ) und der Fachdienst Mobilität der Stadt Jena hatten das Damenviertel bewusst als Standort gewählt. Einerseits gab es hier eine starke Nachfrage nach Ladepunkten in Wohnortnähe. Andererseits bot die Straßenlaterne in der Sophienstraße die passenden technischen Voraussetzungen für die Realisierung.

„Laternenladen ist Teil unserer Strategie für eine vielfältige, alltagstaugliche und zukunftssichere Ladeinfrastruktur“, so Dennis Beyermann, Projektleiter Stadtwerke Energie Jena-Pößneck. „Es geht uns darum, Elektromobilität im Alltag einfacher zu machen – mit Lösungen, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und ohne großen Aufwand in bestehende Strukturen einfügen.“

Matthias Weitsch, Leiter Elektrotechnik beim KSJ, ergänzt: „Straßenlaternen prägen das Stadtbild und sind überall dort vorhanden, wo Menschen wohnen. Indem wir bestehende Straßenlaternen für Elektromobilität nutzen, schaffen wir eine platzsparende Lösung.“ 

Der öffentliche Laternenlader in der Sophienstraße ist der erste seiner Art in einem Wohngebiet Jenas – und es sollen weitere folgen. Die Auswahl zusätzlicher Standorte richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten, den technischen Voraussetzungen an der jeweiligen Laterne sowie dem Bedarf vor Ort. Die Partner verfolgen das Ziel, die Ladeinfrastruktur Schritt für Schritt auszubauen und speziell in innerstädtischen Quartieren praktikable Lösungen anzubieten.

Red.

Mehr zum Thema

Ausbau der Lkw-Ladeninfrastruktur

Ausbau der E-Lkw-Ladeinfrastruktur: In Baden-Württemberg sollen 2000 neue Ladesäulen entstehen

Das Land Baden-Württemberg bringt den Ausbau von Ladesäulen für Elektro-Lkw voran. Bis zum Jahr 2030 ist geplant, rund 2000 Ladesäulen …
Nachhaltige Mobilität bei Nutzfahrzeugen

Gut geladen in die Zukunft: Wie Hersteller den Weg in die nachhaltige Mobilität bei Nutzfahrzeugen ebnen

Busse oder auch Fahrzeuge der Müllabfuhren können umweltfreundlich fahren: Die Technik ist da, E-Nutzfahrzeuge sind auf deutschen Straßen auch bereits …
Weniger Straßenverkehr als vor Corona

Trotz geringerem Straßenverkehr als vor Corona: Wichtige Maßnahme beim Thema E-Mobilität gefordert

Die Menschen in Deutschland fahren nach wie vor weniger Auto als noch vor der Corona-Pandemie, wie die Analysen zum Verkehrswende-Radar …