Städte und Gemeinden geraten immer öfter ins Fadenkreuz von Ransomware, Phishing und anderen Cyberangriffen. Mit dem Aktionsprogramm Kommunale Cybersicherheit (AKC) stellt das Land Hessen ein umfassendes, kostenfreies Unterstützungsangebot für seine 442 Kommunen bereit.

Hessische Städte und Gemeinden geraten immer häufiger ins Visier von Ransomware, Phishing und anderen digitalen Angriffen. Damit die kommunale Handlungsfähigkeit gewahrt bleibt, stellt das Land Hessen im Rahmen des Aktionsprogramms Kommunale Cybersicherheit (AKC) ein umfassendes und kostenfreies Unterstützungsangebot bereit.
Die AKC-Angebote sind gezielt auf die Anforderungen der Kommunen zugeschnitten. Ob IT-Infrastruktur und IT-Systeme, Notfallplanung und Notfallunterstützung oder Sensibilisierung der Beschäftigten – in allen zentralen Bereichen steht professionelle und qualitativ hochwertige Hilfe zur Verfügung. Dies berichtet das hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz in einer Mitteilung.
Aktionsprogramm Kommunale Cybersicherheit für Hessens Kommunen
„Die Bedrohung durch Cyberangriffe ist heute eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Jeden Tag werden tausende Angriffe auf IT-Systeme verübt“, so Hessens Innenminister Roman Poseck. „Auch bei uns in Hessen. Kommunen sind dabei besonders gefährdet, denn ein Ausfall ihrer IT kann unmittelbare Folgen für die Bürger haben. Ausfälle in der Verwaltung, in der öffentlichen Daseinsvorsorge oder bei kritischen Infrastrukturen müssen wir bestmöglich verhindern.“
Aus diesem Grund biete das Aktionsprogramm Kommunale Cybersicherheit den hessischen Städten, Gemeinden und Landkreisen konkrete und kostenlose Unterstützung beim Schutz ihrer IT-Infrastruktur, so Poseck. Im Ernstfall könne die Handlungsfähigkeit so in kurzer Zeit wieder hergestellt werden. Das Programm sei bereits 2024 ins Leben gerufen und seither besonders in der Nothilfe erweitert worden.
„Mit dem Angebot eines Incident Response Service (IRS) steht den Kommunen professionelle Hilfe zur Verfügung, falls kommunale Daten beispielsweise infolge eines Ransomeware-Angriffs verschlüsselt wurden und alle IT-Systeme ausfallen“, fährt Poseck fort. „Kommt es zum Worst Case, steht den Kommunen ein Expertenteam zur Seite, das innerhalb von 24 Stunden vor Ort ist. Die ersten fünf Einsatztage sind dabei für die Kommunen kostenfrei.“
Innenminister appelliert an Hessens Kommunen
Die Voraussetzung sei ein vorangegangenes Audit der IT-Infrastruktur, das ebenfalls kostenlos sei. Interessierte können es über das Kommunale Dienstleistungszentrum Cybersicherheit (KDLZ-CS) buchen.
„Gleichzeitig setzen wir auf Prävention. Die neue Phishing-Simulationsplattform und das weiterentwickelte E-Learning helfen, Mitarbeiter für aktuelle Bedrohungen zu sensibilisieren“, erklärt Poseck. „Denn technischer Schutz allein reicht nicht aus. Nur wenn alle mitdenken und wissen, wie sie sich verhalten müssen, können wir die Angriffsfläche verringern.“
Der Innenminister appelliert an die 442 hessischen Kommunen, das Programm zu nutzen. „Gefahren der Cyberkriminalität machen vor keiner Kommune Halt. Doch mit dem Aktionsprogramm Kommunale Cybersicherheit haben wir die Möglichkeit, uns gemeinsam zu wappnen.“
Red.
Über das Aktionsprogramm
Beim Aktionsprogramm Kommunale Cybersicherheit (AKC) handelt es sich um eine Initiative des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz, das in enger Zusammenarbeit mit der ekom21 – KGRZ Hessen entstand. Es verfolgt das Ziel, die IT-Resilienz der hessischen Kommunen nachhaltig zu stärken und sie gegen die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe zu wappnen.




