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Im Berliner Quartier Cité Foch verbindet ALHO hohe Planungs- und Kostensicherheit mit architektonischer Qualität. Die Modulbauweise verkürzte die Bauzeit vor Ort um rund 70 Prozent.

Kommunen und öffentliche Wohnungsbaugesellschaften stehen vor der Herausforderung, wirtschaftlich realisierbare Gebäude mit architektonischer Qualität zu schaffen, die sich langfristig an veränderte Anforderungen anpassen lassen. Wie sich diese Anforderungen miteinander verbinden lassen, zeigt das Berliner Quartier Cité Foch. Hier realisierte ALHO Systembau für die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in zwei Bauabschnitten elf Wohngebäude mit insgesamt 179 Wohnungen.
Die dreidimensionale Modulbauweise ermöglichte eine um rund 70 Prozent verkürzte Bauzeit vor Ort sowie eine hohe Planungs- und Kostensicherheit. Neben Häusern in klassischer Stahlmodulbauweise entstand eines in Holzhybrid-Modulbauweise als Musterbeispiel für kreislauffähiges und emissionsarmes Bauen.
Individuelle Architektur – aus serieller Fertigung
Die elf Gebäude umfassen fünf Haustypen mit insgesamt rund 15.166 Quadratmetern Wohnfläche. Das Spektrum reicht von drei- bis viergeschossigen Punkthäusern bis zu einer viergeschossigen Zeilenbebauung, die das Quartier vor Lärm schützt.
Das Berliner Büro Holzer Kobler Architekturen entwickelte gemeinsam mit ALHO Wohnungstypen, die unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigen. Die große Flexibilität des Modulbausystems ermöglichte den Planern, passgenaue Wohnungstypen für die elf Gebäude zu entwickeln.
Die Grundrisse bieten Platz für kompakte Einzimmerapartments ebenso wie für familiengerechte Vierzimmerwohnungen. Bodentiefe Fenster sorgen für eine gute Belichtung der Wohnräume. Große, versetzt angeordnete Balkone gliedern die Fassaden und geben den Gebäuden trotz der seriellen Konstruktion ein differenziertes Erscheinungsbild.
Bauen, bevor die Baustelle beginnt
Der entscheidende Effizienzvorteil der Modulbauweise entsteht bereits in der Planung. Bei ALHO werden Anforderungen, Qualitätsstandards und Schnittstellen frühzeitig definiert. Das sogenannte „Front Loading“ bedeutet eine vorgezogene, digitale und gewerkeübergreifende Planung. Wenn die Module später im Werk entstehen, ist das Gebäude bereits vollständig digital und konstruktiv definiert. Dieses Prinzip des „Frozen Design“ minimiert spätere Änderungen, Nachträge und Verzögerungen.
Was auf der Baustelle rasch zusammengesetzt wird, entsteht zuvor unter kontrollierten Bedingungen in der Werkhalle. Witterungseinflüsse bleiben außen vor, Arbeitsabläufe lassen sich standardisieren, und die Fertigungsschritte werden kontinuierlich überwacht. Das schafft reproduzierbare Qualität und erhöht die Prozesssicherheit. Für die Cité Foch wurden insgesamt 432 Module für die elf Gebäude in der ALHO Raumfabrik in Friesenhagen vorgefertigt.
Geringe Belastung für die Nachbarschaft
Während die Produktion im Werk läuft, beginnen auf der Baustelle bereits die vorbereitenden Arbeiten. Der hohe Vorfertigungsgrad verkürzt die Bauzeit vor Ort um rund 70 Prozent. Gleichzeitig wird die Baustelle sauberer und leiser: „Mit der Modulbauweise im Quartier Cité Foch konnten wir die Nachverdichtung für die Anwohner sehr schonend gestalten. Die gesamte Produktion fand woanders statt. Die Montage eines Gebäudes vor Ort benötigte nur wenige Tage und verlief deutlich geräuschärmer als jeder konventionelle Bau: Das war sehr wichtig für die bestehende Nachbarschaft”, erklärt Gabriela Ostermann, Leiterin der BImA-Hauptstelle Portfoliomanagement in Berlin und Brandenburg.
Zukunftsfähig über den gesamten Lebenszyklus
Gebäude in Stahlmodulbauweise sind höchst flexibel und können an sich ändernde Anforderungen angepasst oder umgebaut werden. Nach einem Rückbau lassen sich die Stahlrahmenmodule an anderer Stelle sogar wiederverwenden und zu einer neuen Nutzung zusammenfügen.
In der Cité Foch wurden zehn der elf Gebäude als Stahlrahmenmodule errichtet, ein weiteres entstand in Holzhybrid-Modulbauweise. Bei dieser kreislauffähigen und emissionsarmen Bauweise kombiniert ALHO die tragende Stahlrahmenstruktur mit Böden, Decken und Wänden aus Holz. Der Holzanteil der Konstruktion beträgt rund 70 Prozent. Für die Tragstruktur wird CO₂-reduzierter Stahl eingesetzt. Dieser wird mit einem Schrotteinsatz von bis zu 100 Prozent in einem Elektrolichtbogenofen auf Basis erneuerbarer Energien hergestellt.
Modulbauweise: Strategie für die Zukunft
Die elf Wohngebäude in der Cité Foch zeigen eindrucksvoll die Vorteile des modularen Bauens. Sie vereinen industrielle Präzision mit nachhaltiger Konstruktion, effiziente Abläufe mit integraler Planung und kurze Bauzeiten mit individueller Gestaltung. Für Projektleiterin Andrea Zickhardt von Holzer Kobler Architekturen ist deshalb klar: „Für uns ist der modulare Wohnungsbau ganz sicher eine architektonische Strategie der Zukunft.“
Auch die Wohnungswirtschaft profitiert: Die Modulbauweise bietet Bauherren bei ALHO Systembau nicht nur Planungssicherheit, sondern dank Fixpreis-Garantie auch verlässliche Investitionskosten.
Kontakt:
ALHO Systembau GmbH
Hammer 1
51598 Friesenhagen
Ansprechpartner: Christoph Zielinski, Leiter Geschosswohnungsbau
Tel.: 02294 696-408
E-Mail: christoph.zielinski@alho.com
www.alho.com


