Suchet der Stadt Bestes!

Stuttgart: Das Bildungswerk für Kommunalpolitik Baden-Württemberg veranstaltet im Jahr etwa 25 Seminare und Inhouse-Veranstaltungen. Foto: BilderBox

Das Bildungswerk für Kommunalpolitik Baden-Württemberg ist bereits seit 1959 aktiv in der Vermittlung von Fachwissen und praxisrelevantem Know-how an Mandatsträger und Bürgermeister. Nach dem jüngsten Relaunch seiner Website präsentiert sich die Einrichtung auf der Höhe der Zeit.

Kommunale Bildungseinrichtungen vermitteln aktuelles und praxisbezogenes Wissen auf allen Feldern der Kommunalpolitik, Verwaltung sowie der Fachbereiche. Das Serviceportal Treffpunkt Kommune präsentiert ausgewählte Institutionen mit ihrem breit gefächerten Angebot. Jetzt im Fokus: das Bildungswerk für Kommunalpolitik Baden-Württemberg.

Steckbrief

Standort: Alte Weinsteige 48, 70180 Stuttgart
Kontakt: Tel. 07 11 / 6 40 97 25, kontakt@bildungswerk-bw.de, www.bildungswerk-bw.de
Gründungsjahr: 1959
Zielgruppe: Mandatsträger im kommunalen Bereich, Gemeinderäte, Ortschaftsräte, Ortsvorsteher, Bürgermeister, kommunalpolitisch Interessierte
Anzahl der Seminare/Inhouse-Veranstaltungen pro Jahr: ca. 20 bis 25
Politische Ausrichtung: Sachorientierte, parteifreie Kommunalpolitik steht im Vordergrund; Kooperation mit dem Landesverband der Freien Wähler Baden-Württemberg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Referenten: Führungskräfte des Gemeinde- und Städtetages Baden-Württemberg, Dezernenten des Landkreistages und der Führungsakademie Baden-Württemberg, Bürgermeister und Oberbürgermeister sowie freie Dozenten und Gemeinderäte aus Baden-Württemberg und der Hochschule für Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg

Schwerpunkte der Bildungsarbeit

Das Bildungswerk greift alle Fragen auf, die für Ortschaftsräte, Gemeinderäte und Kreisräte und alle kommunalpolitisch Interessierte bei der Ausübung ihrer kommunalpolitischen Arbeit mit oder ohne Mandat interessant und hilfreich sein könnten. Dies sind unter anderem der demografische Wandel, das bürgerliche Engagement, Bürgerbeteiligung („Wir machen mit“), Sitzungsvorbereitung, Jugend und Politik, Nachwuchsförderung, Interkommunale Zusammenarbeit.

Ziele des Lehrkonzepts

  1. Praxisnahe, aktuelle und ansprechende Informationsvermittlung für das kommunalpolitische Ehrenamt und alle kommunalpolitisch Interessierte mit dem “3-A-Modell” (Aktuell – Anschaulich – Anwendbar)

  2. Austausch und Networking von kommunalen Mandatsträgern über die Parteigrenzen hinweg

  3. Vermittlung von Motivation und „Spaß“ an der Kommunalpolitik, weil man „viel bewegen kann“ und durch „Best-Practice-Beispiele“ von anderen ermutigt wird. Jeder kann einen Beitrag für seine Kommune leisten, getreu dem Motto: „Suchet der Stadt Bestes“!

Besondere Merkmale

  • Vorort-Seminare können schnell und anforderungsgerecht mit erfahrenen Fachleuten aus der Praxis besetzt werden

  • Zentrale Seminare werden in der Regel kostenfrei für alle Interessierte angeboten

  • Wir haben einen „sehr guten Draht“ zu unseren Dozenten

Bewertung durch die Teilnehmer

Freie Wähler, Ehingen 2015: „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Das komplizierte Thema ,Die Doppik kommt‘ wurde von BM Klaus Warthon anschaulich und sehr verständlich mit ihren Auswirkungen vorgetragen.“

Architekt, Reutlingen 2014: „Ein zweitägiges kommunalpolitisches Seminar, mit Top-Referenten in einem guten Hotel und tadelloser Organisation für einen so geringen Kostenbeitrag? Wo bekommt man so viel Leistung für so wenig Geld?“

Stadtrat einer Großen Kreisstadt im Schwarzwald: „Verwaltungsdirektorin Irmtraud Bock vom Gemeindetag ist einfach eine Expertin im Kommunalrecht. Sie weiß auf jede Frage eine Antwort und kann mindestens so schnell auch noch einen interessanten Beispielsfall dazu berichten.“

Kreisrat des Alb-Donau-Kreises, 2014: „Das Seminar war echt klasse, … OB Thomas Sprißler aus der Mitmachstadt Herrenberg war der Renner. Aber warum kennen das Bildungswerk so wenig Menschen in unserem Ländle?“

Vereinsvorstand, Karlsdorf-Neuthard 2015: „Wir hatten die Infoveranstaltung mit Herrn Martin zum Thema ,Seniorengenossenschaft‘, das war eine sehr gute Veranstaltung mit unheimlich interessanten und vielfältigen Infos zum Thema. Herzlichen Dank für die Unterstützung.“

Perspektiven: Wie sieht die Kommune der Zukunft aus?

  1. Die Kommune der Zukunft wird eine Beteiligungskommune sein. Der Sachverstand und das Engagement der Menschen werden in Zukunft noch stärker, insbesondere für Projekte eingebunden werden. Menschen werden zusammenrücken und sich für ihre Stadt noch stärker engagieren.

  2. Die Kommune der Zukunft wird von innovativen Mobilitätssystemen geprägt werden. Die Aufenthaltsqualität wird in den Zentren steigen, der Öffentliche Personennahverkehr wird Vorrang vor dem motorisierten Individualverkehr bekommen. Die Verbindung von verschiedenen Angeboten wie Bus, Bahn, E-Bike oder Car-Sharing-Modellen wird sich durchsetzen und neue Freiräume werden entstehen.

  3. Die Kommune der Zukunft wird digital und vernetzt sein. Schnelles Internet wird die Städte verändern, freies WLAN ist Standard. Interaktive Infoportale über die Gemeinwesenarbeit sind up to date, Homeoffice-Möglichkeiten retten den ländlichen Raum. Mehr Qualität in den Kommunen löst „höher, besser und weiter“ ab.

  4. Die Kommune der Zukunft wird eine Kommune der interkommunalen Zusammenarbeit sein. Das Prinzip „Wer alleine arbeitet, ,addiert‘ – wer zusammenarbeitet, ,multipliziert‘” setzt sich durch. In den Ämtern, bei den Dienstleistungen, bei den kulturellen und sportlichen Angeboten gilt nicht mehr „mein Bad und deine Bücherei“, sondern unsere öffentliche Einrichtung steht im Mittelpunkt.