Stationär, mobil oder hybrid: Welche Notstromlösung passt zur Kommune?

Bei Stromausfällen müssen kritische Infrastrukturen zuverlässig weiterlaufen. Stationäre, mobile und hybride Notstromlösungen bieten Kommunen unterschiedliche Vorteile hinsichtlich Versorgungssicherheit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit.

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Hybridlösung aus Batteriespeicher und Stromerzeuger. Foto: SEV

Feuerwehrhäuser, Wasser- und Abwasseranlagen, Bauhöfe, Verwaltungsgebäude und Notunterkünfte müssen auch bei einem Netzausfall handlungsfähig bleiben. Doch nicht jeder Standort braucht dieselbe Technik. Entscheidend sind Leistungsbedarf, Überbrückungszeit, Anschlüsse und Flexibilität.

Nicht jede kritische Infrastruktur braucht dieselbe Lösung

Eine belastbare Planung beginnt mit den Verbrauchern. Welche Anlagen müssen gleichzeitig weiterlaufen? Gibt es Pumpen, Motoren oder Verbraucher mit hohen Anlaufströmen? Wie lange soll die Versorgung ohne öffentliches Netz funktionieren? Erst wenn Lastprofil, Prioritäten und Autarkiezeit feststehen, lässt sich sinnvoll zwischen stationären, mobilen und hybriden Konzepten entscheiden.

Stationär: für dauerhaft kritische Standorte

Fest installierte Netzersatzanlagen eignen sich für Einrichtungen, die bei einem Stromausfall automatisch weiterbetrieben werden müssen, zum Beispiel Wasserwerke, Pumpstationen, Feuerwehrhäuser oder Verwaltungsstandorte mit Krisenfunktion. Neben der Generatorleistung sind Umschaltung, Kraftstoffbevorratung, Aufstellort und Wartung entscheidend.

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Stationäre Stromerzeuger. Foto: SEV

Stationärer Speicher mit PV: wirtschaftlich im Alltag, sicher im Ausfall

Auch ein stationärer Batteriespeicher kann Teil der kommunalen Notstromstrategie sein und im Alltag wirtschaftlichen Nutzen bringen. In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage wird selbst erzeugter Strom gespeichert und zeitversetzt genutzt. Das erhöht den Eigenverbrauch, reduziert den Netzbezug und kann dauerhaft Energiekosten senken. Ist das System für den Ersatz- oder Inselbetrieb ausgelegt, kann es sich bei einem Netzausfall innerhalb kurzer Zeit vom öffentlichen Netz trennen und definierte kritische Verbraucher weiter versorgen. Für längere Ausfälle lässt sich zusätzlich ein Notstromaggregat einbinden. Dieses übernimmt bei Bedarf die Versorgung oder lädt den Speicher nach. So entsteht eine Absicherung aus PV, Batteriespeicher und Generator: Im normalen Betrieb spart das System Kosten, im Störungsfall arbeitet der Speicher als schnelle, USV-ähnliche Energiequelle, und der Dieselgenerator erhöht die Autarkie. Die Investition wird damit nicht nur für den Notfall vorgehalten, sondern laufend genutzt.

Mobil: eine Ressource für mehrere Einsatzorte

Mobile Stromerzeuger auf Anhängern bieten Kommunen Flexibilität. Sie können bei Unwettern, Pumpeneinsätzen, temporären Ausfällen oder an wechselnden Standorten eingesetzt werden. In Verbindung mit einem Lichtmast entsteht zusätzlich eine mobile Strom- und Beleuchtungslösung für Feuerwehr, Bauhof und Katastrophenschutz. Sind Anschlusspunkte, Kabel, Leistung und Zuständigkeiten vorbereitet, kann ein mobiles System mehrere Standorte absichern.

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Mobiler Stromerzeuger. Foto: SEV

Hybrid: Batteriespeicher und Generator kombinieren

Batteriespeicher können Verbraucher schnell, leise und ohne lokale Emissionen versorgen. Für längere Ausfälle ist ihre Energiekapazität jedoch begrenzt. Die Kombination mit einem Stromerzeuger verbindet die Vorteile beider Systeme: Der Speicher übernimmt kurze Betriebsphasen und Lastspitzen, der Generator stellt bei Bedarf Energie bereit und kann den Speicher nachladen. So bleibt die Versorgungssicherheit hoch, und der Generator wird gezielter eingesetzt.

Vor der Ausschreibung die Schnittstellen klären

Für einen belastbaren Vergleich sollten Kommunen vor der Produktauswahl Leistung und Lastspitzen, Autarkiezeit, stationäre oder mobile Nutzung, Netzumschaltung, Anschlüsse, Aufstellort, Kraftstofflogistik sowie Wartung und Service definieren. Bei Speichern kommen Ersatzstromfähigkeit, Umschaltkonzept, PV-Einbindung und die Generatorschnittstelle hinzu.

Herstellerunabhängig planen

SEV unterstützt Städte, Gemeinden und kommunale Unternehmen herstellerunabhängig bei der Auswahl und Auslegung von Notstromaggregaten, Batteriespeichern und hybriden Systemen. Ziel ist ein Versorgungskonzept, das zum Bedarf passt, im Alltag wirtschaftlich arbeitet und im Ernstfall zuverlässig funktioniert.

Kontakt:

SEV GmbH
Fabrikstr. 1
79650 Schopfheim
Tel.: 07622 6971150
E-Mail: sev@sev-stromerzeuger.com
www.sev-stromerzeuger.com