Die Zukunft gestalten

Berlin: Das Kommunale Bildungswerk hat seinen Sitz in der deutschen Hauptstadt und unterhält Regionalbüros in Frankfurt/Main, Wuppertal sowie Hohenwarthe bei Magdeburg. Foto: Davis/Fotolia

Um die Entwicklung ihrer Stadt oder Gemeinde zukunftsweisend gestalten zu können, ist von kommunalen Führungskräften und Mitarbeitern ständige Weiterbildung gefordert. Kommunale Bildungseinrichtungen vermitteln aktuelles und praxisbezogenes Wissen auf allen Feldern der Kommunalpolitik, Verwaltung sowie der Fachbereiche. Das Serviceportal Treffpunkt Kommune präsentiert ausgewählte Institutionen mit ihrem breit gefächerten Angebot. Jetzt im Fokus: das Kommunale Bildungswerk in Berlin.

Steckbrief

Standort: Berlin (Zentrale) sowie Regionalbüros in Frankfurt/Main, Wuppertal sowie Hohenwarthe bei Magdeburg
Kontakt: Tel. 0 30 / 29 33 50-28, info@kbw.de, www.kbw.de
Gründungsjahr: 1990
Zielgruppe: Führungskräfte und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung, kommunale Betriebe, Vereine und Verbände, Landes- und Bundesbehörden sowie interessierte Privatpersonen und Mitarbeiter aus der freien Wirtschaft
Anzahl der Seminare pro Jahr: rund 2600 Fortbildungstermine
Politische Ausrichtung: Neutral
Referenten: Unter anderem Prof. Dr. Harald Dörig, Richter am Bundesverwaltungsgericht; Dr. Martin Fleuß, Richter am Bundesverwaltungsgericht; Dr. Elke Roos, Richterin am Bundessozialgericht; Dr. Karin Spelge, Richterin am Bundesarbeitsgericht

Schwerpunkte der Bildungsarbeit

Das Kommunale Bildungswerk bietet als gemeinnützig anerkannte Einrichtung ein umfangreiches Programm berufsbegleitender Fort- und Weiterbildungen vor allem auf den Gebieten der Verwaltung, des Rechts, der Betriebswirtschaft und des modernen Managements an. Eine besondere Berücksichtigung finden die Bildungsanforderungen der öffentlichen Verwaltung und kommunaler Unternehmen.

Ein starker Zweig der Bildungsarbeit sind Inhouse-Seminare nach individuellen Kundenwünschen, die auf Anfrage in ganz Deutschland durchgeführt werden.

Es bestehen Partnerschaften zu wissenschaftlichen Einrichtungen wie der Hochschule für Wirtschaft und Recht, wo das Kommunale Bildungswerk als Träger des Instituts für Wissenstransfer in Wirtschaft, Verwaltung und Rechtspflege (IWVR) fungiert. Auch aus der Partnerschaft mit der Akademie für öffentliche Verwaltung und Recht gehen Impulse für die Bildungsarbeit hervor.

Ziele des Lehrkonzepts

Das Ziel ist, Wissen praxisnah, zeitgemäß und so aktuell wie möglich zu vermitteln. Quer durch alle beruflichen Ebenen und Positionen und mithilfe verschiedener didaktischer Konzepte sollen Personen, die sich beruflich weiterbilden wollen, angesprochen werden. Ein dezidiertes Qualitätsmanagement und die regelmäßige Evaluation der Lehrveranstaltungen sollen den Wissensvorsprung nachhaltig sichern.

Die Fortbildungsvarianten von Seminar, Workshop, Coaching bis hin zu Fachtagung und Inhouse-Schulung zielen ab auf die institutionelle Offenheit des Kommunalen Bildungswerks und eine flexible Wissensvermittlung nach Maß. Individuellen Bildungserfordernissen soll genauso Rechnung getragen werden wie der möglichst optimalen praktischen Implementierung des Erlernten.

Bewertung durch die Teilnehmer

Jobcenter Uckermark, März 2015: „Wer aufgeschlossen teilgenommen hat, konnte in jedem Fall für sich Anregungen für den eigenen Arbeitsalltag mitnehmen. Es wurden nebenbei auch interne Diskussionen bei uns angestoßen, wie manche Dinge unterschiedlich in den einzelnen Geschäftsstellen gehandhabt werden und wie man Dinge evtl. anders machen könnte. Man bekommt auch mit, dass sich immer wieder Mitarbeiter über die Seminare unterhalten, was man machen kann und was nicht, also: Es wirkt.“

Stadt Eisenhüttenstadt, März 2015: „In der Vergangenheit habe ich an vielen Seminaren bei Ihnen und an der Fachtagung „Ausländerrecht“ teilgenommen und war immer sehr zufrieden. Sie garantieren als Bildungsträger für eine hohe Qualität.“

Jobcenter Halle, Dezember 2014: „Der Dozent hat ein sehr ansprechendes Seminar durchgeführt. Das inhaltliche Spektrum umfasste praxisorientierte Erläuterungen zu Rechtsformen bis zur Abgrenzung von Scheinselbständigkeit, Schätzung im SGB II sowie der Beantwortung von Fragen. Fazit der Einschätzung aller Beteiligten: gewinnbringendes Seminar, ansprechende Seminardurchführung (transparent und beispielhaft), sollte in gewissen Abständen unter Berücksichtigung aktueller Schwerpunkte wiederholt werden.“

Landeshauptstadt Saarbrücken, November 2014: „Alle Referenten/innen waren exzellente Kenner ihrer Materie, die es sehr gut verstanden haben, ihr jeweiliges Wissensgebiet praxisnah zu vermitteln.“

Stadt Trier, Oktober 2014: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sehr zufrieden mit der Art und Weise der Durchführung des Seminars und der hohen praxisnahen Vermittlung des Seminarinhaltes. Darüber hinaus wurde als positiv empfunden, dass die Seminarleitung auch auf einzelfallbezogene Fragen einging und diese ebenfalls zufriedenstellend beantworten konnte.“

Perspektiven: Wie sieht die Kommune der Zukunft aus?

Die Kommunen der Zukunft stehen vor einschneidenden Veränderungen, für die sie frühzeitig Konzepte entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu bleiben. Ob die Auswirkungen des demografischen Wandels, Standortentwicklung oder der Wettbewerb um „die besten Köpfe“, die Lebensqualität in Städten und ganzen Regionen wird künftig geprägt sein von der Art des Miteinanders von Politik und Verwaltung sowie Unternehmen und Bürgern. Dazu müssen die Sphären in unterschiedlichsten Projekten miteinander vernetzt werden. Die Einführung funktionaler Partizipationsmechanismen wird hierfür genauso eine Rolle spielen wie das erfolgreiche Standortmarketing oder das Thema e-Government.

In den Zeiten angespannter Haushalte werden immer wieder auch Fragen der Ressourcenbereitstellung und -ausschöpfung entscheidend sein. Eine vorausschauende Planung von Personalausstattung im öffentlichen Dienst, die auch den demografischen Entwicklungen Rechnung trägt und das auf Nachhaltigkeit orientierte Finanzmanagement, das mehr noch als Steuerungsinstrument genutzt wird, werden zunehmend wichtiger.

Die Innovationskraft der Kommune der Zukunft wird nicht zuletzt auch von der Vernetzung ihrer IT-Strukturen und damit von der Effizienz ihrer Arbeitsleistungen im Verwaltungsapparat und bei kommunalen Unternehmen abhängen. Durch komplexer werdende Systeme von Beteiligungen und Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) werden diejenigen Kommunen erfolgreich sein, die ein systematisches Projektmanagement und eine übergeordnete Strategie verfolgen.

Kommunen werden auch künftig immer stärker auf übersektorales Denken und interkommunale Zusammenarbeit zurückgreifen müssen, um zukunftsweisend wie auch kostensensibel zu arbeiten. Städtische Ressourcen zu bündeln und über die Fachressorts hinweg die Zukunftsthemen wie Städtebau, Stadtentwicklung, Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit, aber auch Kulturförderung und Tourismus anzugehen, kann ein Weg zur „Kommune der Zukunft“ sein.