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Das Praxisbeispiel der ESN Deutschen Tischtennis Technologie zeigt, wie sich Regenwasserrückhaltung bei der Erweiterung eines Standorts von Beginn an in die Planung integrieren lässt.

Präzision und Verantwortung: Die ESN Deutsche Tischtennis Technologie steht für beides. Das gilt auch für Entscheidungen rund um den Firmenstandort und dessen Erweiterung. Gemeinsam mit FRÄNKISCHE wurde ein Regenwassermanagement umgesetzt, das auf die Herausforderungen zunehmender Starkregenereignisse reagiert. Als Teil der ESN‑Unternehmensfamilie entwickelt und produziert die ESN Deutsche Tischtennis Technologie GmbH seit über 30 Jahren Tischtennisbeläge am Standort Hofheim in Unterfranken.
Starkregenschutz durch Regenwasserrückhaltung
Als das Unternehmen sein bestehendes Gebäude um eine zusätzliche Fertigungshalle sowie einen Verbindungsbau mit Duschen, Umkleiden und Technikräumen ergänzte, rückte neben funktionalen Anforderungen an die Neubauten auch der Umgang mit zunehmenden Wetterextremen in den Fokus.
So plante ESN dementsprechend auch eine Regenwasserrückhaltung mit ein, die mit Lösungen von FRÄNKISCHE realisiert wurde. Die Regenwasserrückhaltung dient dazu, Niederschlagswasser bei entsprechenden Regenereignissen auf dem Firmengelände zurückzuhalten und kontrolliert an die Kanalisation abzugeben.
Erfahrungswerte und Risikoanalyse zeigten Handlungsbedarf
Tatsächlich bestand am ESN-Standort in Hofheim aller Grund, sich durch die Realisierung eines solchen Managements auf extreme Wetterereignisse vorzubereiten: „Wir hatten erst im Sommer 2024 einen schweren lokalen Gewittersturm, der hier vor Ort ganz erhebliche Schäden verursachte“, erinnert sich Thomas Säger, Leiter Produktion und Technik bei ESN. „Bei uns selbst war der Zufahrtsbereich komplett überflutet, da die Kanalisation die Wassermengen nicht mehr bewältigen konnte. In einer benachbarten Firma, die etwas tiefer liegt als wir, sprudelten sogar die Hagelkörner aus den sanitären Einrichtungen. Spätestens damit war klar, dass etwas getan werden musste.“
Bestätigt wurden diese Erfahrungswerte durch eine Klimarisikoanalyse, die ein Münchener Architekturbüro unter Berücksichtigung langfristiger Wetterprognosedaten für den Standort Hofheim durchführte. „Sie ergab unter anderem, dass Möglichkeiten zur Auffangung und Rückhaltung von Regenwasser geschaffen werden mussten, weil die Wiederholung derartiger Starkwetterereignisse uneingeschränkt realistisch ist“, so Säger. „An dieser Risikobewertung haben wir uns bei der Erweiterung des Produktionsstandorts orientiert und den Generalplaner daher auch mit der Konzeption einer entsprechenden Regenwassermanagementlösung beauftragt.“
Eine solche frühzeitige Betrachtung ist auch für kommunale Bauvorhaben relevant. Gerade bei der Planung neuer Gebäude, Parkplätze oder anderer versiegelter Flächen können die Auswirkungen von Niederschlagsereignissen und Möglichkeiten zur Regenwasserrückhaltung bereits in einem frühen Planungsstadium berücksichtigt werden.
Rückhaltung statt unkontrollierter Abgabe
Für die Umsetzung am ESN-Standort fiel die Wahl auf FRÄNKISCHE. Neben der langjährigen Erfahrung des Unternehmens im Regenwassermanagement war auch die regionale Nähe ein Kriterium. Vor allem aber überzeugte die Möglichkeit, die Rückhaltung mit einem modular aufgebauten System an die örtlichen Anforderungen anzupassen. Das kunststoffbasierte Regenwasserrückhaltesystem lässt sich in Größe und Geometrie an die örtlichen Anforderungen anpassen und ist auf der Baustelle praktikabel zu handhaben.

RigoCollect Regenwasserrückhaltung von FRÄNKISCHE
Konkret verbaut wurde in Hofheim schließlich eine RigoCollect Regenwasserrückhaltung, die sich unterhalb des neuen Mitarbeiterparkplatzes neben dem Erweiterungsbau befindet. Sie besteht aus insgesamt 628 modular kombinierten Rigofill inspect Rigolenfüllkörpern, die mit einer DIBT-zugelassenen und nach DVS-Richtlinien wasserdicht verschweißten Kunststoffdichtungsbahn ummantelt sind.

Der auf diese Art entstandene Wasserspeicher besitzt ein tatsächliches Rückhaltevolumen von rund 250 Kubikmetern. Fünf integrierte Revisionsschächte ermöglichen eine unkomplizierte Kontrolle und Spülung. Die Aufnahme des Regenwassers erfolgt über einen DN 200 Zulauf, der von Parkplatz und Zufahrtsstraße aus gespeist wird. Der zusätzlich verbaute Drosselschacht ermöglicht eine kontrollierte Abgabe des Regenwassers an die örtliche Kanalisation. Mit dieser Lösung wird eine Entlastung des Kanalnetzes erreicht und das Überflutungsrisiko auch bei schweren Unwettern deutlich verringert.

Ausgeführt wurde die Anlage vom Fachbetrieb LÜCKE GmbH. Der Spezialist für Abdichtungssysteme, Wasserspeicherbau und technische Folien übernahm in enger Zusammenarbeit mit FRÄNKISCHE die Umsetzungsplanung, die Systemlieferung und die Montage des Regenwasserrückhaltesystems. Für die fachgerechte Abdichtung mit Kunststoffdichtungsbahnen sorgten qualifizierte DVS-Fachschweißer. Die Erdarbeiten rund um das Projekt übernahm das Tiefbauunternehmen NewoBau.
Regenwasser zur Bewässerung von Grünflächen nutzen
Durch die RigoCollect Regenwasserrückhaltung von FRÄNKISCHE verfügt ESN über eine Lösung zur Rückhaltung und kontrollierten Ableitung von Niederschlagswasser. Darüber hinaus will das Unternehmen die firmeneigenen Grünflächen künftig über ein separates System mit gesammeltem Regenwasser bewässern.
„Bisher haben wir für diese Bewässerung nur einen Brunnen“, erläutert Thomas Säger. „Das bedeutet aber letztlich, dass wertvolles Trinkwasser verwendet werden muss, das in unseren trockenen Sommern immer mehr zur Mangelware wird. Davon wollen wir wegkommen und stattdessen auf das Regenwasser zurückgreifen, das sonst ungenutzt in die Kanalisation geleitet würde.“
Das Beispiel zeigt, welche Möglichkeiten sich ergeben können, wenn der Umgang mit Niederschlagswasser bereits bei der Planung eines Bauvorhabens berücksichtigt wird.
Für Kommunen kann das Projekt daher als Praxisbeispiel dienen: Je nach örtlichen Gegebenheiten können Rückhaltung, kontrollierte Ableitung und die Nutzung von Niederschlagswasser unterschiedliche Bausteine eines individuellen Regenwassermanagements sein. Entscheidend ist eine frühzeitige Betrachtung der jeweiligen Anforderungen – insbesondere dort, wo neue Flächen versiegelt oder bestehende Gebäude und Areale erweitert werden.
Weitere Informationen finden Interessierte hier.
Kontakt:
FRÄNKISCHE Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG
Hellinger Str. 1
97486 Königsberg/Bayern
Tel.: +49 9525 88-0
E-Mail: info@fraenkische.de
www.fraenkische.com

