Wenn der Schlüssel digital wird

Digitale Zutrittssysteme für Kommunen: Mehr Sicherheit, flexible Zugangsverwaltung und weniger Aufwand bei der Gebäudeorganisation.

Schlüssel digitale Zutrittssysteme
Digitale Zutrittssysteme ermöglichen Kommunen die zentrale und flexible Verwaltung von Zugangsberechtigungen für unterschiedliche Gebäude und Nutzergruppen. Foto: Glutz AG

Schulen, Verwaltungsgebäude, Feuerwehrhäuser, Sporthallen: Kommunen verwalten sehr unterschiedliche Liegenschaften und damit die Frage, wer wann und wo hineinkommt. Was vielerorts noch mit Schlüsseln, Übergabelisten und parallelen Schließanlagen organisiert wird, lässt sich künftig zunehmend digital steuern. Gebäude werden flexibler genutzt, Nutzergruppen wechseln häufiger und die Sicherheitsanforderungen steigen, während die personellen Ressourcen knapp sind.

Digitale Zutrittssysteme setzen hier an. Sie ermöglichen es, Berechtigungen zentral zu verwalten, zeitlich und räumlich zu begrenzen und jederzeit anzupassen. Wenn ein Zutrittsmedium verloren geht, kann es gesperrt werden, ohne dass die gesamte Schließanlage ausgetauscht werden muss.

Von der Einzellösung zur Infrastruktur

Wie sich dieser Ansatz in der Praxis umsetzen lässt, zeigt die Schweizer Gemeinde Teufen im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Mit rund 6500 Einwohnern ist sie mit vielen deutschen Kommunen vergleichbar. Neu- und Umbauprojekte zeigten dort die Grenzen klassischer Schließsysteme: zu viele Schlüssel im Umlauf, aufwendige Übergaben, und für jede geänderte Berechtigung mussten Schlüssel eingesammelt und neu verteilt werden.

Gesucht war keine Einzelabsicherung, sondern eine skalierbare Infrastruktur für den gesamten Liegenschaftsbestand. Die Wahl fiel auf eine durchgängige Systemarchitektur mit dem elektronischen Zutrittssystem eAccess von Glutz, kombiniert mit passenden Schlössern und Beschlägen. Heute sind rund 30 Gebäude eingebunden. Ein Badge erlaubt je nach Rolle und Zeitprofil den Zugang zu mehreren Objekten. Seit 2019 wird das System schrittweise erweitert.

Schlüssel digitale Zutrittssysteme
In der Schweizer Gemeinde Teufen sind mittlerweile rund 30 Gebäude an ein digitales Zutrittssystem angebunden. Foto: Glutz AG

„Glutz hat sich für uns als zuverlässige und zukunftsfähige Lösung erwiesen. Die Integration in unsere Gebäudestrategie ist gut abgestützt, und wir planen auch künftig, weitere Objekte in das System einzubinden“, heißt es aus der Gemeinde.

Viele Nutzergruppen, eine Systemlogik

Ob Schule, Kita, Sporthalle oder Kultureinrichtung: Kommunale Gebäude müssen unterschiedlichen Nutzergruppen einen sicheren und zugleich komfortablen Zugang bieten. Während Mitarbeitende dauerhafte Berechtigungen erhalten, haben Vereine, Eltern oder Veranstalter nur zu klar definierten Zeiten Zugang. Sensible Bereiche wie Technik, Lager oder Verwaltung bleiben geschützt.

Mit eAccess lassen sich Zutrittsrechte flexibel nach Personen, Bereichen und Zeitfenstern steuern. Die Einstellungen sind zentral und jederzeit anpassbar. Auch in Gefährdungslagen können Türen und Ausgänge je nach Sicherheits- und Fluchtwegkonzept zentral verriegelt oder freigegeben werden. Zur Identifikation stehen RFID-Clips, PIN oder die eAccess-Mobile-App zur Verfügung.

Was zusätzlich zu klären ist

Auch bei digitalen Zutrittslösungen stehen Datenschutz und Mitbestimmung von Anfang an im Fokus. Zutrittsdaten zählen gemäß der DSGVO zu den personenbezogenen Daten. Wenn Protokolle eine Leistungs- oder Verhaltenskontrolle ermöglichen könnten, sind der Personalrat oder der Betriebsrat frühzeitig einzubeziehen. Klare Regelungen zu Speicherfristen, Zugriffsrechten und zulässigen Auswertungszwecken schaffen Transparenz und Akzeptanz. Für Rettungskräfte bleibt das Feuerwehrschlüsseldepot weiterhin Bestandteil des Einsatzkonzepts.

Digitale Zutrittssysteme ergänzen bestehende Sicherheits- und Organisationsabläufe sinnvoll. Gerade bei Bestandsgebäuden und denkmalgeschützten Objekten bietet die verschlüsselte Funklösung Vorteile, da sie ohne aufwendige Verkabelung auskommt und eine substanzschonende Nachrüstung ermöglicht.

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Auch denkmalgeschützte Objekte können mit digitalen Zutrittssystemen ausgestattet werden. Foto: Glutz AG

Zukunftsfähig heißt skalierbar

Digitalisierung bedeutet mehr, als analoge Prozesse lediglich elektronisch abzubilden. Zukunftsfähige Zutrittslösungen, die mit den Anforderungen einer Kommune wachsen, sind entscheidend. Eine zentrale Systemlogik ersetzt dabei unabhängige Einzellösungen, während eine skalierbare Architektur vom einzelnen Gebäude bis hin zu Campusstrukturen erweitert werden kann.

Mit abgestimmter Zutrittstechnik, Beschlägen und mechanischen Komponenten bietet Glutz Kommunen, Planern und Architekten eine Komplettlösung. Das vereinfacht die Planung, Umsetzung und den Betrieb und schafft Investitionssicherheit über lange Gebäude- und Nutzungszyklen hinweg. Der klassische Schlüssel wird zwar nicht sofort verschwinden, doch digital gesteuerter Zutritt wird ein fester Bestandteil moderner kommunaler Gebäudeinfrastruktur werden.

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