Willstätt bekommt Infoportal für Familien

Kooperation für ein lokales Familien-Infoportal: der Willstätter Bürgermeister Marco Steffens (re.) und Start-up-Gründer und -Geschäftsführer Alexander Feldberger. – Foto: Gemeinde Willstätt

Die Gemeinde Willstätt (9400 Einwohner, Baden-Württemberg) kooperiert mit dem Start-up-Unternehmen Famigo, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben für Familien digital leichter zu machen.

Die Idee ist, Einwohner mit Kindern, Neubürger oder auch Familien im Urlaub mit den Informationen zu versorgen, die sie brauchen, so zum Beispiel für die Planung und Gestaltung des Jahresurlaubs oder für Ausflüge.

Um dieses Portal mit Ortsinformationen aufzubauen, greift das Unternehmen zum einen auf Daten zu, die auf Websites von Kommunen oder Interessengruppen wie Vereinen zur Verfügung stehen. Zum anderen sollen Informationen ausgewertet werden, die Familien selbst bereitstellen.

Der Bürgermeister von Willstätt, Marco Steffens, erklärt, „wir werden uns damit digital vollkommen neu aufstellen können, ohne alles neu machen zu müssen. Mit Famigo bekommen wir ein Werkzeug an die Hand, auf das wir im Grunde schon lange gewartet haben, ohne es zu wissen.“

Das Unternehmen Famigo wird von der Wirtschaftsregion Ortenau, dem Baden-Campus-Accelerator und der BW-Con gefördert. Zu den Pilotkunden für die Entwicklung der Lösung zählt neben Willstätt auch die Gemeinde Gengenbach im Schwarzwald mit mehr als einer Million Gästen jährlich. Das Unternehmen gehört zu den Finalisten beim Ideenwettbewerb „Tourismus digital“ des baden-württembergischen Justiz- und Europaministeriums.

Famigo-Gründer und -Geschäftsführer Alexander Feldberger verweist auf die Bedeutung der Wahl des richtigen Urlaubsorts für Familien. Das habe erstmals eine Studie in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn gezeigt, für die rund 1200 Familien befragt wurden.

Bis heute, so sagt Feldberger, fehlten häufig detaillierte lokale und regionale Informationen für einen unbeschwerten Urlaub mit Kindern beispielsweise über Spielplätze, über Wanderwege, die auch für Kinderwagen geeignet sind oder über besonders kinderfreundliche Gaststätten mit regionalen Speisen auf der Karte. Auch gebe es keine Spaziergangrouten-Suchmaschine, so Feldberger. „Um die Informationen zu finden, wo eine gute Strecke für einen Spaziergang mit Kinderwagen ist, muss man lange suchen.“ Sein Unternehmen will das ändern und diese und weitere Informationen für seine Partnerstädte bündeln.