Energiedienstleister auf dem Weg der Digitalisierung

Bilanzbetrachtung: Als wichtigsten Faktor auf dem Weg der Digitalisierung sehen die befragten Manager das Aufsetzen einer Strategie. – Foto: Elnino/Shutterstock

Energieunternehmen sehen sich heute schlechter für die Digitalisierung aufgestellt als noch vor einem Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt die zweite Auflage der „Utility-4.0“-Studie des IT-Unternehmens Prego Services.

Der Untersuchung zufolge glauben heute nur noch 48 Prozent der Studienteilnehmer, dass ihr Unternehmen strukturell gut auf die digitale Transformation vorbereitet ist. Im vergangenen Jahr waren noch 70 Prozent dieser Meinung.

Für seine Studie führte das IT-Software- und Beratungsunternehmen Prego Services eine Trendumfrage unter Top-Managern von Energieunternehmen aller Größen durch.

Demnach schätzen die Manager auch die Wahrnehmung durch ihre Kunden heute pessimistischer ein als im vergangenen Jahr. 2017 glaubten noch 47 Prozent der Studienteilnehmer, dass die Kunden ihr Unternehmen als fit für die Digitalisierung betrachten. 2018 sank dieser Wert auf 38 Prozent.

Bei den Digitalisierungsprojekten der Energieunternehmen hat der Fokus sich binnen Jahresfrist verlagert. 2017 wurden von den Studienteilnehmern vor allem nach innen gerichtete Vorhaben wie Smart-Meter-Roll-out als strategische Schlüsselprojekte betrachtet. In diesem Jahr sind es dagegen hauptsächlich Projekte, die der Kundenbindung und neuen Geschäftsmodellen dienen

Als wichtigsten Faktor auf dem Weg der Digitalisierung sehen die befragten Manager das Aufsetzen einer Strategie (71 %). Als zweitwichtigsten Faktor betrachten sie die Anpassung der Aus- und Weiterbildungskonzepte (61 %). Ihr Ziel ist, kurz- bis mittelfristig das nötige Know-how im Unternehmen aufzubauen, um mit den sich ständig ändernden Anforderungen Schritt halten zu können.

Die größten Hindernisse für die digitale Transformation stellen der Studie zufolge fehlende Zeit und mangelnde personelle Ressourcen dar (67 %). Als zweitgrößtes Hemmnis sehen die Befragten dann bereits mit weitem Abstand fehlendes internes Know-how beziehungsweise veraltete IT-Infrastrukturen (jeweils 30 %). Unklare Verantwortlichkeiten für die Digitalisierung spielen bei den Energieunternehmen im Gegensatz zu vielen anderen Branchen dagegen nur eine untergeordnete Rolle (15 %).

Info: Die Utility-4.0-Studie 2018 steht auf der Website von Prego Services zum Download bereit.