WimTec: Trinkwasserverordnung muss novelliert werden

WimTec bietet mit dem Gesamtkonzept HyPlus eine effiziente und nachhaltige Lösung für alle Wasserabgabestellen im Bestand und im Neubau. Foto: WimTec

– ANZEIGE – Am 12. Januar 2021 ist die Richtlinie (EU) 2020/2184 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch in Kraft getreten. Bis 12. Januar 2023 muss sie in deutsches Recht umgesetzt werden. Dazu wird die Trinkwasserverordnung umfassend und strukturell überarbeitet. Am 22. Juli 2022 wurde der Entwurf des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Stellungnahme veröffentlicht.

Kleines Zeichen, großer Unterschied

Gemäß aktueller Trinkwasserverordnung liegt der technische Maßnahmenwert für Legionellen bei 100 KBE / 100 ml. Wird dieser Maßnahmenwert überschritten, so ist eine technisch vermeidbare Gesundheitsgefährdung zu besorgen und daher gemäß § 16 eine Gefährdungsanalyse der gesamten Trinkwasser-Installation durchzuführen. Nach den Vorgaben der Europäischen Richtlinie ist der tolerierbare Parameterwert für Legionellen jedoch auf < 1000 KBE / l beschränkt. Der technische Maßnahmenwert in der Trinkwasserverordnung muss somit angepasst werden. Dabei sind zwei Varianten denkbar: Entweder das Festschreiben von Maßnahmen bei Erreichen des Maßnahmenwertes oder das Absenken des Maßnahmenwertes selbst. Im veröffentlichen Entwurf wurde nun der technische Maßnahmenwert auf 99 KBE / 100 ml gesenkt. Letztendlich ist dies nur Kosmetik. Dadurch, dass künftig bereits 100 KBE / 100 ml zu einer Beanstandung führen, wird es statistisch gesehen zu einem Anstieg der beanstandeten Legionellenproben kommen. Nach Einschätzung der Bundesministerien für Gesundheit und für Ernährung und Landwirtschaft beträgt der Aufwand für Maßnahmen bei der Überschreitung des neuen technischen Maßnahmenwert ca. 1.900 Euro. Die zu erwartende Fallzahl kann von den Ministerien noch nicht abgeschätzt werden. Für die Verwaltung inklusive der Kommunen werden ein einmaliger Aufwand von ca. 58 Mio. Euro sowie jährliche Kosten von ca. 26 Mio. Euro veranschlagt. Doch die Kommunen kommen doppelt zum Handkuss: Als Inhaber und Betreiber zahlreicher kommunaler Gebäude müssen sie auch die Mehrkosten für den Betrieb ihrer Liegenschaften berappen.

Neues bei der VDI 6023 Richtlinienserie

Im September wurde auch die neue Richtlinie VDI 6023 Blatt 1 veröffentlicht. Sie löst die VDI/DVGW 6023 aus dem Jahr 2013 ab. Damit wurde die gesamte Serie der VDI 6023 Richtlinien harmonisiert und auf den neuesten Stand gehoben. Für den Betrieb von Trinkwasser-Installationen ist damit zweifelsfrei die Doppelrichtlinie VDI 3810 Blatt 2/VDI 6023 Blatt 3 anzuwenden. Sie fordert die Einhaltung der Temperaturgrenzen für Kalt- und Warmwasser sowie einen regelmäßigen Wasseraustausch durch Entnahmen nach längstens 72 Stunden. Dies gilt für alle Anlagenteile, auch für weit entfernte oder selten genutzte Zapfstellen. In Zusammenhang mit dem zukünftigen strengeren Maßnahmenwert für Legionellen sollten daher Spülpläne ausgearbeitet werden, wenn nicht sichergestellt ist, dass alle Entnahmestellen in allen kommunalen Gebäuden mindestens alle 3 Tage genutzt werden.

Elektronische Armaturen schaffen Sicherheit

Die erforderlichen Spülungen können zwar manuell – beispielsweise durch Reinigungskräfte – durchgeführt werden, die benötigten Ressourcen führen aber zu hohen Betriebskosten. Die für die Vorsteher der Kommunen größte Gefahr ist jedoch die Organisationshaftung, denn unterlassene Spülungen aufgrund von Feiertagen, Urlauben und Krankenständen lassen sich kaum verhindern. WimTec hat als Spezialist für Sanitärelektronik ein Gesamtkonzept zur Wahrung der Trinkwasserhygiene mit intelligenter Stagnationsfreispülung für Bestandsgebäude und den Neubau entwickelt. Mit dem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit erfolgt die Freispülung nur bei Betriebsunterbrechung und unzureichender Nutzung. In diesem Fall wird exakt die erforderliche Wassermenge freigespült, bei ausreichender Entnahme wird keine Spülung ausgelöst. So gewährleistet das Gesamtkonzept HyPlus mit dem minimal möglichen Wasserverbrauch den geforderten Mindestwasserwechsel und senkt auf lange Sicht die Kosten.

 

Kontakt:

WimTec Sanitärprodukte GmbH
Am Söldnermoos 17
85399 Hallbergmoos
Deutschland

Tel.: +49 89 889 84180
Fax: +49 89 889 84184
info@wimtec.de
www.wimtec.com