Universität Bonn – Katastrophenvorsorge und -management

Katastrophenschutz: Übung zur raumplanerischen Vorsorge im Rahmen des Masterstudiengangs „KaVoMa“ an der Universität Bonn. - Foto: Anna Schoch

– ANZEIGE – Der Masterstudiengang Katastrophenvorsorge und -management (KaVoMa) an der Universität Bonn vermittelt den berufserfahrenen Teilnehmer/innen natur- und gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen und Methoden des Risiko- und Krisenmanagements, auch aus Sicht einer Führungskraft.

Universitäten und Hochschulen vermitteln in ihren Studiengängen und Weiterbildungsangeboten umfassendes Wissen zum Beispiel im betriebs- und personalwirtschaftlichen oder auch im juristischen und naturwissenschaftlichen Bereich. Die Abschlüsse befähigen beispielsweise zur Übernahme höherer Aufgaben im Rathaus. Das Serviceportal Treffpunkt Kommune stellt ausgewählte Einrichtungen vor. – Im Fokus: Der Masterstudiengang „Katastrophenvorsorge und -management“ (KaVoMa) an der Universität Bonn

Steckbrief

Name der Bildungseinrichtung: Universität Bonn, Masterstudiengang „Katastrophenvorsorge und -management“ (KaVoMa); Weiterbildung für Berufstätige (Teilzeitkonzeption)
Standorte: Bonn und Ahrweiler (Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ)
Gründungsjahre: Die Universität Bonn besteht seit 1818, KaVoMa seit 2006
Zielgruppe(n): KaVoMa richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) auf Ebene der Kommunen, der Länder und des Bundes, der Privatwirtschaft (z. B. KRITIS-Unternehmen), dem Gesundheitsweisen sowie anderen Bereichen der Zivilgesellschaft (z. B. NGOs). Sie nehmend planend-vorsorgende und operative Aufgaben in ihren Berufen wahr.

Studienschwerpunkte

Natur- und gesellschaftswissenschaftl. Grundlagen, Methoden des Risiko- und Krisenmanagements, z. B. Risikoanalyse, Risiko- und Krisenkommunikation, Führung & Stabsarbeit

Besonderheiten der Hochschule

KaVoMa ist ein interdisziplinär ausgerichteter Studiengang, da in Wissenschaft und Praxis viele Fachbereiche und Akteure für das übergeordnete Thema relevant sind. Eine weitere Besonderheit ist die Kooperation mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Auszug namhafter Referenten

Dr. Peter Billing (EU/ERCC), Dr. Wolfram Geier (BBK), Prof. Dr. Harald Karutz, Prof. Dr. Peer Rechenbach, Prof. Dr. Lothar Schrott, Prof. Dr. Clemens Simmer (Wissenschaft)

Kontakt

E-Mail: kavoma@uni-bonn.de, Homepage: www.kavoma.de

Schwerpunkte der Bildungsarbeit

Der Masterstudiengang „Katastrophenvorsorge und -management“, kurz KaVoMa, legt den Schwerpunkt auf die Weiterqualifizierung von Berufserfahrenen im Bereich Katastrophenschutz und Zivilschutz („Bevölkerungsschutz“).

Inhaltlich betont KaVoMa die Notfall- bzw. Katastrophenvorsorge. Denn eine effektive Vorsorge kann maßgeblich dazu beitragen, Schäden und Verluste zu verhindern oder zu mindern. Außerdem bedeutet Vorsorge die Vorbereitung auf Schadensfälle, z. B. durch die Etablierung von besonderen Strukturen und Mechanismen oder Trainings (z. B. Stabsübungen). Gelingt die Vorsorge, ist das Krisenmanagement im eintretenden Schadensfall gut aufgestellt.

Strukturell setzt KaVoMa auf das „blended learning“ Konzept, das mit seiner Kombination aus Präsenz- und Selbstlernphasen und mit Einsatz von eLearning Formaten speziell auf die Bedarfe von Teilzeitstudierenden ausgerichtet ist.

Ziele des Lehrkonzepts

Ein Ziel des Lehrkonzeptes besteht darin, die bereits vorhandene Expertise der Teilnehmer/-innen zu erweitern und ein grundlegendes Verständnis für die vielfältigen und fachübergreifenden Aspekte und Herausforderungen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes zu entwickeln.

Gleichzeitig kommt es darauf an, Handlungskompetenzen aufzubauen, um auf die aktuellen und künftigen Aufgabenstellungen, zum Beispiel auf kommunaler Ebene, reagieren zu können. Denn häufig ist zwar Fachexpertise vorhanden, jedoch nicht im ausreichenden Maß und mit Überblick auf das breite Themenfeld.

Schließlich geht es bei KaVoMa auch darum, Einblicke in und das Verständnis für die Arbeitsweisen der zum Teil sehr unterschiedlichen Organisationen und deren „Kultur“ zu gewinnen. Da die Studierenden aus unterschiedlichen Berufsfeldern kommen, geschieht dies auch durch die Vernetzung untereinander.

Eine Absolventin, die ein Amt für Ordnungsangelegenheiten, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz einer kreisfreien Stadt leitet, formuliert dies wie folgt: „Die Mitarbeiter in den unteren Katastrophenschutzbehörden haben in der Regel eine Ausbildung zum gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst […]. Themen aus dem Bereich Krisen- und Katastrophenmanagement sind jedoch nicht enthalten, wie z. B. die Rechtsgrundlagen für den Zivil- und Katastrophenschutz. […] Die Grundlagen für den gesamten Bereich der Vorbeugung und der Planung sind […] in der Regel nicht in ausreichendem Maß vorhanden. So habe ich das Studium als anspruchsvolle Fortbildung betrachtet.“ (Quelle: Bevölkerungsschutzmagazin, Heft 4/2015, S. 27, abrufbar unter: www.kavoma.de > Presse / Veröffentlichungen .

Ein Ziel besteht ferner darin, einen wechselseitigen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern, das heißt einen gegenseitigen Wissenstransfer anzuregen. Denn Angebote aus der Wissenschaft liefern hilfreiche Handlungskonzepte für die Praxis; gleichzeitig (er)kennt die Praxis Problemstellungen als Forschungslücken.

Unsere Einrichtung zeichnet aus …

… das gelebte Motto „vernetzt denken – vernetzt handeln“.

… ein wissenschaftliches und gleichzeitig anwendungsorientiertes Weiterbildungskonzept für Berufserfahrene.

… ein interdisziplinäres Studienangebot, das die Verknüpfung zwischen Fachbereichen und den damit einhergehenden Erkenntnisgewinn fördert und auf diese Weise zu innovativen Lösungswegen anregt.

… die Kooperation mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) seit Gründung des Studiengangs im Jahr 2006. Eckpfeiler der Kooperation ist der Austausch von Dozenten und Dozentinnen und die Durchführung der Präsenzmodule an der AKNZ.

Bewertung durch die Teilnehmer

„Die breite Ausrichtung des Studienganges hat sofort mein Interesse geweckt, der Ansatz „Generalisten“ auszubilden und zu vernetzen quer durch Entscheidungsebenen und aus den unterschiedlichsten Fachgebieten, die mit Katastrophenschutz/Katastrophenvorsorge zu tun haben.“

„Besonders überzeugt haben mich die sehr gute Struktur und das interessante und breite Themenspektrum – vertreten durch eine Vielzahl von DozentInnen mit jeweils eigenem wissenschaftlichen Fokus.“

„Neben den beruflichen Aspekten hat es einfach nur Spaß gemacht, an der Universität Bonn diesen Studiengang zu belegen. Das breitgefächerte Angebot an Themen regte in vielen Fällen das Nachdenken über mein eigenes Handeln an.“

Die Lehrkräfte „waren jederzeit ansprechbar, um tiefergehende Fragen zu beantworten. Auch die Verantwortlichen der Universität Bonn standen immer mit Ratschlägen zur Seite“.

„Das erlernte Wissen habe ich ,leider‘ schon während des Juni-Hochwassers 2013 anwenden können. Es hat mir in der Stabsarbeit geholfen, z. B. Raumplanung oder KRITIS. Auch habe ich mir Ratschläge über das KaVoMa-Netzwerk einholen können.“

Diese und weitere Studierenden- und Alumnistimmen sind nachzulesen im Bevölkerungsschutzmagazin „Wissenschaftliche Ausbildung“, Heft 4/2015, S. 22-27 – kostenloser Download oder Bestellung

Perspektiven: Wie sieht die Kommune der Zukunft aus?

Im Kontext des Katastrophenschutzes soll sie auf kommende Herausforderung gut vorbereitet sein. Sie besitzt die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, um in Vorsorge, Bewältigung und Nachsorge kompetent handeln zu können, damit mögliche Schäden vermieden werden oder möglichst gering ausfallen. Sie unterstützt die fachliche Weiterbildung auf allen Tätigkeitsfeldern des Katastrophenschutzes.

Weitere Informationen

Die Homepage des KaVoMa-Studiengangs bietet im Bereich „Presse / Veröffentlichungen“ eine Reihe von Publikationen zum Thema sowie von Lehrkräften der Einrichtung. Zusätzlich bietet ein Film (Youtube, 2,32 min.) Einblicke in das Studium der Katastrophenvorsorge und -management