Stadtstrategie braucht Dialog mit Verwaltung und Politik

Für eine gute kommunale Entwicklung ist es wichtig, dass Ämter und Fachbereiche frühzeitig in die Stadtentwicklung miteinbezogen werden. Foto: complan Kommunalplanung

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Menschen machen Stadt: In diesem Bewusstsein wird Stadtentwicklung als Aufgabe mit und für den Bürger akzeptiert und gelebt. Dialog- und Mitwirkungsmöglichkeiten für die Stadtgesellschaft werden professionell geplant, zielorientiert gesteuert und multimedial abgebildet. Die transparente Information und stringente Kommunikation zu Stadtentwicklungsaufgaben in Politik und Verwaltung steht indes noch nicht flächendeckend auf der Agenda.

Mitreden, mitentscheiden und gemeinsam Verantwortung übernehmen – Vertreter aus Politik und Verwaltung sind die zentral handelnden Akteure der Stadtentwicklung. Bestenfalls agieren sie Hand und Hand und auf Augenhöhe.

Stadtentwicklung ist Aufgabe der gesamten Verwaltung

Die Verwaltung ist Schaltzentrale integrierter Stadtentwicklungsprozesse. Sind die Bandbreite städtischer Aufgaben von Baukultur, Wohnen, Verkehr, Handel, Tourismus, Kultur und sozialer Infrastruktur Themen des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes, gehören Vertretende dieser Ämter und Fachbereiche von Beginn an einen Tisch. Konzepte und Projekte, die allein in Verantwortung des Bau- und Planungsamtes entstehen, stoßen spätestens in der Umsetzungsphase auf Irritationen, Unverständnis und Widerstände. Dabei können Analyse, Ausrichtung und Projektentwicklung der integrierten Strategiekonzepte nur gewinnen, wenn Bedarfe und Expertise der Ämter und Fachbereiche frühzeitig und für die gesamte Prozessstruktur eingebunden werden. Fachbereichsübergreifende Dialogformate wie Workshops, Befragungen, Schulungen tragen nicht nur dazu bei das Fachwissen zu heben und zu bündeln, sie tragen mehr noch zur Qualitätsverbesserung der Strategiekonzepte bei, fördern Effizienz und Verantwortungsübernahme. Im besten Fall entstehen damit fachbereichsübergreifende Kommunikations- und Organisationsstrukturen, die dauerhaft Teil des verwaltungsinternen Arbeitsalltages werden.

Politik – das Zünglein an der Waage

Gute      Stadtentwicklungsprozesse      brauchen      noch      besser      vorbereitete      und     begleitete Entscheidungsprozesse in den politischen Gremien. Wenn Vorhaben in der Politik scheitern, kann dies an politischem Kirchturmdenken liegen. Häufiger noch liegt es an lückenhaften, sachorientierten Informations- und Dialogangeboten. Information und Präsentation in Fachausschüssen sind immer noch das Mittel zur Wahl, um über Prozesse, Zwischenergebnisse und Vorhabenplanung zu informieren – zumeist dann, wenn es um die entscheidenden Haushaltsmittel und Ressourcen geht. Als Tagesordnungspunkt unter vielen, gilt es dann, komplexe Projekte der integrierten Stadtentwicklung kurz und bündig zu argumentieren, Mehrwert und Synergien abzuleiten. Ein Kratzen an der Oberfläche, vor allem wenn es auch anders geht. Die Einladung zu Sonderformaten wie gemeinsamen Sitzungen verschiedener Ausschüsse, interfraktionellen Denkrunden, Stadttouren oder Workshops sind Angebote an die lokale Politik, die Themen und Handlungsfelder der Kommune gezielt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellen, die Wissen transferieren und vermehren, Wertschätzung vermitteln und erzeugen und langfristig zur Tragfähigkeit Realisierungsfähigkeit von Stadtentwicklungsmaßnahmen beitragen.

Mut und Transparenz für eine zentrale kommunale Aufgabe

Die Verwaltung bummelt, die Politik verhindert – solche Platituden sind vermeidbar. Stadtentwicklung ist eine kommunale Aufgabe verschiedenster Akteure und ein Kommunikationsprozess. Mit Konsequenz integrativ gedacht, prozessbegleitend geplant und zielorientiert gesteuert, fördert die stringente Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung für mehr Durchsetzungsfähigkeit und erhöht die kommunale Effizienz.

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