RheinEnergie treibt Energiewende voran: „Probieren, evaluieren, skalieren“

In der Stegerwaldsiedlung in Köln liefern Wärmepumpen Heizenergie und PV-Anlagen Strom. Die Besonderheit ist aber ein mit künstlicher Intelligenz optimiertes Siedlungsmanagement. Foto: RheinEnergie

– ANZEIGE – Der Kölner Energiedienstleister RheinEnergie erforscht innovative Technik zuerst im Kleinen. An Erfolgen lässt das Unternehmen dann seine Kundschaft teilhaben – und oftmals sogar ganze Stadtviertel. Wie das geht, erläutert Fachreferentin Kristin Bürker im Interview. 

Die Klimaschutzziele von Bund, Ländern und Kommunen fordern Energieversorger zum Umdenken auf. Sie sind zunehmend gefordert, klimaneutrale Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Noch herausfordernder als die Stromwende ist dabei die Wärmewende. Wie gehen Sie als Versorger der Millionenstadt Köln diese Aufgabe an?

Kristin Bürker: In einem Ballungsraum wie Köln leben sehr viele Menschen auf einer relativ kleinen Fläche. Wir versorgen große Teile der Stadt mit klimaschonend in Kraftwärmekopplung erzeugter Fernwärme. In Gebieten, die noch nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen sind, nutzen wir für neue Nahwärmenetze oder die Versorgung einzelner Objekte Lösungen wie Blockheizkraftwerke oder Holzpelletanlagen. Dabei müssen wir uns immer an die Gegebenheiten vor Ort anpassen. Das gilt auch für die sehr spezifischen Anforderungen unserer Gewerbe- und Industriekunden. Etwa an die Versorgungssicherheit oder die Höhe der Vorlauftemperatur im Wärmenetz. Krankenhäuser zum Beispiel versorgen wir, wenn die Örtlichkeiten es zulassen, redundant über eine zweite Fernwärmetrasse.

Bei der Energieerzeugung hat es viele technologische Neuerungen gegeben. Auch Start-ups drängen mit Lösungen in den Markt. Wie gehen Sie als Unternehmen mit Innovationen um?

Bürker: Wir testen innovative Ansätze zur Energieerzeugung oder Effizienzsteigerung schon seit Jahren. Beim Projekt Celsius beispielsweise nutzen wir das Abwasser einer Schule zur Wärmegewinnung. Aber auch kleinere Feldtests mit solarem Bodenbelag oder smarten Heizungsthermostaten sind hilf- beziehungsweise lehrreich. Nicht alle Projekte sind wirtschaftlich. Positive wie negative Erfahrungen helfen uns dabei, die Potenziale der Technik optimal zu erschließen und im Großen nutzbar zu machen.

Gut gelungen ist Ihnen das in der Kölner Stegerwaldsiedlung. Diese gilt als Vorzeigequartier für nachhaltige Stadtentwicklung. Der Clou ist ein mit künstlicher Intelligenz (KI) fortlaufend optimiertes Siedlungsmanagement, das sich aus Erzeugungs-, Wetter- und Verbrauchsdaten speist und Verbrauch und Erzeugung optimal aussteuert. Was sind die Learnings aus diesem Projekt und wie setzen Sie diese ein?

Bürker: Die KI und das Siedlungsmanagement erfordern viele Sensoren und Messeinrichtungen. Wir haben schnell festgestellt, dass der Weg der Daten vom Messgerät bis ins Optimierungstool lang und schwierig ist. Auch die von den Herstellern oft gepriesene Interoperabilität war am Anfang nicht bei allen Aggregaten gegeben. Da mussten die jeweiligen Anbieter neue Lösungen für uns finden, was auch gelungen ist. Die Erfahrungen nutzen wir heute, um unseren Anlagenbestand deutschlandweit mit KI auszustatten. Wir rechnen damit, circa fünf Prozent der Energiekosten einsparen zu können. Davon profitieren unsere Kunden dann auch monetär.

Die Stegerwaldsiedlung stammt noch aus den 1950er-Jahren. In dem Quartier konnten Sie die CO2-Emmissionen um 70 Prozent reduzieren. Wenn man bedenkt, dass 50 Prozent aller Wohnungen in Deutschland aus der Zeit vor 1970 stammen, dürfte es Ihnen an Kundschaft eigentlich nicht mangeln?

Bürker: Viele Immobilieneigentümer scheuen noch den Aufwand einer Sanierung und die damit verbundenen Kosten. Dabei werden viele Sanierungen staatlich gefördert. Bei den Förderanträgen unterstützen wir unsere Kunden.

Und wie können Sie Städte und Gemeinden unterstützen?

Bürker: Durch die jahrelange Zusammenarbeit mit der Stadt Köln kennen wir die Bedürfnisse von Städten und Gemeinden sehr gut. Ob E-Mobilität, Wärme- und Energiedienstleistungen, öffentliche Beleuchtung oder integrierte Quartierskonzepte – wir können gemeinsam mit den Kommunen die für sie besten Lösungen erarbeiten und umsetzen.

 

Kontakt: 

RheinEnergie AG
Kristin Bürker
Fachreferentin für Energiedienstleistungen
Tel. 02 21/1 78-39 65
k.buerker@rheinenergie.com