Raumluft leise filtern

Luftreiniger in der Pestalozzi-Schule in Pfedelbach: Eine niedrige Lautstärke des Geräts ist wichtig, damit der Unterricht nicht gestört wird. Foto: AFS Airfilter

-ANZEIGE- Mobile Luftreiniger reduzieren nachweislich das Infektionsrisiko in Innenräumen. Leider glauben nach wie vor viele Entscheider, Schulträger oder Verwaltungen, dass die Fensterlüftung wirkungsvoller als der Einsatz von Luftreinigern sei. Eine aktuelle Studie der Stadt Stuttgart belegt jedoch das Gegenteil: Werden Luftreiniger mit einem Volumenstrom von über 800 Kubikmetern pro Stunde betrieben, dann ist das Infektionsrisiko weniger als halb so hoch wie bei der Stoßlüftung 20-5-20 (20 Minuten Unterricht, fünf Minuten lüften, 20 Minuten Unterricht).
Werden Stoßlüftung und Luftreiniger kombiniert, dann liegt Infektionsrisiko sogar nur bei etwa  4 Prozent. Bei der Stoßlüftung 20-5-20 liegt es laut Studie bei etwa 17 Prozent.

Studie zur Infektionswahrscheinlichkeit in Klassenräumen bei verschiedenen Lüftungsmöglichkeiten im Vergleich zu Luftreinigern und Lüftungsanlagen. Grafik: Heilbronner Stimme Medienproduktion Quelle: „Zusammenfassung der Ergebnisse des Pilotprojekts „Experimentelle Untersuchung zum Infektionsrisiko in Klassenräumen in Stuttgarter Schulen“, IGTE, Universität Stuttgart, 05.07.2021

 

Räume, in denen sich Menschen länger aufhalten, müssen selbstverständlich regelmäßig gelüftet werden. Richtig ist auch, dass mobile Luftreiniger den CO2-Gehalt in einem Raum nicht beeinflussen, und das Lüften nicht ersetzen können. Dr. Christof Asbach, Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, sagt hierzu: „Es ist nicht nachzuvollziehen, warum mitunter Luftreiniger gegen das Lüften ausgespielt werden. Beim Autofahren kommt schließlich auch niemand auf die Idee, die Effektivität des Anschnallens gegen die der Airbags aufzuwiegen“. Beim Thema Luftreiniger und Lüften sollte daher ein UND stehen, nicht ein ODER.

Bei der Beschaffung von Luftreinigern passieren aber nach wie vor viele Fehler. Ein Großteil der am Markt verfügbaren Raumluftreiniger sind aufgrund der Lautstärke und Bauart nicht für Räume geeignet, in denen Kinder lernen. Die meisten sind schlicht zu laut.

Wichtig in der Praxis

Vielfach wird in der Praxis derzeit beobachtet, dass Luftreiniger auf Leistungsstufen betrieben werden, die nach akustischen Gesichtspunkten gerade noch akzeptabel sind. Dann ist jedoch oft der Volumenstrom und somit der Luftdurchsatz so gering, dass ein wirksamer Infektionsschutz nicht mehr gegeben ist. Blasen die Luftreiniger zudem die gereinigte Luft nur auf geringer Höhe oder mit geringer Geschwindigkeit aus, dann arbeiten diese Geräte nur im sogenannten „aerodynamischen Kurzschluss“. Das heißt, dass die gefilterte Luft sofort wieder vom Gerät angesaugt wird, und gar nicht den Raum erreichen kann.  Der überwiegende Teil der Raumluft wird also nicht ausreichend erfasst und somit auch nicht gefiltert.

Doch es geht auch anders.
Geeignete Raumluftreiniger zeichnen sich durch folgende Kriterien aus:

  • Sie müssen die Luft, die durch das Gerät strömt, in ausreichender Qualität filtern, um das Infektionsrisiko zu verlässig zu senken.
  • Sie müssen eine gleichmäßige Luftverteilung und -erfassung im gesamten Raum gewährleisten.
  • Sie müssen die gesamte Luft im Raum bis zu fünf Mal pro Stunde komplett filtern.
  • Sie dürfen das Behaglichkeitsgefühl im Raum nicht durch hohe Lautstärke oder starke Zugerscheinungen stören.

Die Luftfilterung erfolgt meist über genormte Filter der Filterklasse HEPA H13. Diese filtern Aerosole mit den daran anhaftenden Viren zu 99,95 Prozent aus der durch den Filter strömenden Luft.

Doch was bringt der beste Filter, wenn die Luft im Raum gar nicht zum Filter gelangt?
Die Geräte müssen also in der Lage sein, die gesamte Raumluft umzuwälzen und zuverlässig zu erfassen. Der Verein Deutscher Ingenieure VDI weist in einer seiner Publikationen darauf hin, dass dies „am ehesten bei Geräten gegeben ist, die in Bodennähe ansaugen und die gefilterte Luft unter der Decke mit hoher Geschwindigkeit ausstoßen.  So bildet sich eine Luftwalze im Raum aus. Die hohe Ausstoßgeschwindigkeit sorgt für eine wirksame Durchmischung der Raumluft. Bei Geräten, die in geringer Höhe, etwa 1,20 Meter, ausblasen, besteht eher das Risiko eines störenden Luftzugs.  Schlimmer ist jedoch, dass bei dieser Ausstoßhöhe eine komplette Durchmischung der Luft schwieriger sicherzustellen ist.“

Das Behaglichkeitsgefühl im Raum ist entscheidend für die Akzeptanz von Raumluftreinigern.  Wichtig hierbei ist die Lautstärke, die beim erforderlichen Volumenstrom laut VDI Expertenempfehlung VDI-EE 4300 Blatt 14 einen Lärmpegel von 35 dB(A) im Raum nicht übersteigen sollte. Das ist sehr ambitioniert. Es gibt jedoch Luftreiniger auf dem Markt, die schaffen das.
So zeichnen sich die Luftreiniger AFS 2000 RLC-X dadurch aus, dass in Räumen mit guter Raumakustik ein Volumenstrom von 1000 m³/h bei einem Schalldruckpegel von maximal 35 dB(A) möglich ist. Dieser Volumenstrom reicht aus, um zum Beispiel in einem 65 m² großen Klassenraum die Luft fünf Mal pro Stunde zu reinigen. Dank der innovativen Luftverteilung mit Weitwurfdüsen wird erreicht, dass die gesamte Luft im Raum auch erfasst und gereinigt wird, ohne dass störende Zugerscheinungen auftreten.
Vor einer Beschaffung von Luftreinigern sollten in jedem Fall Fachleute für Luftreinigung hinzugezogen werden, damit die Luftströmung auch zum Raum passt und auch die Lautstärke für Klassenräume angemessen ist.

Kontakt:
Kai Kuppinger
AFS Airfilter Systeme GmbH
Am Richtbach 14
74547 Untermünkheim-Übrigshausen
E-Mail: info@afs-airfilter.de
Tel.: 07944/9160 -0