Rathaus, öffne dich

Die Stadt Dormagen (Nordrhein-Westfalen) hat in den vergangenen fünf Jahren einen großen Teil ihrer kommunalen Gebäude mit einem digitalen Schließsystem ausgestattet. Der Verwaltungs- und Wartungsaufwand minimiert sich so deutlich. Foto: Adobe Stock/hanseat

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Moderne Schließsysteme für Dormagen

Von einem einzelnen Gebäude bis zu Dutzenden von Räumlichkeiten, die sich über ein weites Gebiet erstrecken: Die Stadt Dormagen hat sich für ein batterie- und kabelloses digitales Schließsystem entschieden. Die Sicherheit und Zugänglichkeit der Verwaltungseinrichtungen der Stadt konnte so verbessert werden.

Wenn vom Rathaus, der Schule bis hin zur Feuerwehrwache viele öffentliche Einrichtungen einer Stadt mit dem gleichen digitalen Schlüssel zu öffnen und über ein zentrales Zugangsmanagement-System zu verwalten sind, hat das immense Vorteile. Zugangsrechte können einfacher vergeben werden, die Wartung wird unkomplizierter und auch im Notfall sind Rettungskräfte schneller einsatzbereit. Wie sich dies in der Praxis bewährt, lässt sich in der Stadt Dormagen erleben. In einer Vielzahl der städtischen Gebäude wurde das digitale Schließsystem des finnischen Unternehmens „iLOQ“ integriert. Angefangen hat alles in einer kleinen Flüchtlingseinrichtung in 2015 – heute sind 1600 Schließzylinder in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen verbaut und mehr als 3000 Schlüssel im Einsatz.

Dormagen ist eine große kreisangehörige Stadt im Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen mit knapp 65 000 Einwohnern. Sie grenzt unmittelbar an Köln und die Landeshauptstadt Düsseldorf. Wie viele Städte stand Dormagen 2015 vor der Aufgabe, relativ kurzfristig eine Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig galt es, die Wohnanlage mit einem kosteneffizienten und sicheren Schließsystem auszustatten.

Einfache Verwaltung

Die Wahl fiel auf eine digitale und energieautarke Schließlösung. Vor allem die Tatsache, dass eine Schließanlage ohne Kabel und Batterie auskommen kann, überzeugte die Entscheider. Die Schließzylinder arbeiten dabei mit eigener Energieerzeugung durch den Schlüsseleinschub und benötigen daher keinerlei externe Stromquellen, was den Wartungsaufwand und die Lebenszykluskosten reduziert.
Die Kommunikation zwischen dem Zylinder und dem Schlüssel ist durch ein Verschlüsselungsverfahren abgesichert. Die Schließzylinder entsprechen der DIN 18252, was eine Installation in bestehende Profilzylinder-Einsteckschlösser ermöglicht.

Auch die Verwaltung vereinfacht sich deutlich, denn wenn Schlüssel verloren gehen, müssen weder Schließzylinder noch Schlüssel ausgetauscht und ersetzt werden. Dank des zentralen Zugangsmanagement-Systems des Herstellers erfolgt die Programmierung, Sperrung oder Änderung der Zugangsrechte von Schlüsseln innerhalb des Schließsystems sehr einfach und bequem über die benutzerfreundliche Oberfläche der dazugehörigen Verwaltungssoftware.
Die Vorteile von intelligenten, digitalen Schließsystemen kommen umso deutlicher zum Tragen, je größer die Einheiten sind, in denen sie zum Einsatz kommen. In Dormagen überzeugte das Referenzbeispiel in der Flüchtlingsunterkunft die Stadtverwaltung auf ganzer Linie. Daher wurden schrittweise weitere öffentliche Einrichtungen mit demselben Schließsystem ausgestattet.

Ausweitung auf weitere Gebäude

Heute kommt die digitale Zugangslösung in allen Schulen und verschiedenen Kindergärten der Stadt ebenso wie im historischen, neuen und technischen Rathaus sowie in der Feuerwehr-Zentrale und den angeschlossenen Feuerwachen zum Einsatz. 18 Mitarbeiter der Stadt verwalten die Zugangsrechte selbstständig über die Verwaltungssoftware.
Die Implementierung von diversen Systemen und Lösungen, wie beispielsweise Alarmanlagen, erfolgte dabei ohne Probleme und ohne eine zusätzliche Verkabelung an den unterschiedlichen Türen und Zugängen der Gebäude.

Grundsätzlich ist die Flexibilität ein schlagendes Argument: „Das System ist modular und sehr flexibel in der Programmierung. Die Verwaltung von Genehmigungen kann einfach und sicher nach Bereichen dezentralisiert werden“, betont Volker Schwach von der Abteilung Sicherheit und Bauunterhaltung der Organisation Eigenbetrieb Dormagen.
„Da es ohne Batterien funktioniert, ist keine Wartung erforderlich. Das spart Folgekosten und schützt die Umwelt.“ Für die Ausweitung auf viele öffentliche Gebäude, die an ganz verschiedenen Stellen der Stadt angesiedelt sind, sprach ein weiterer wichtiger Punkt: „Das intelligente Schließsystem kann auch in unseren bestehenden Gebäuden einfach und flexibel nachgerüstet werden“, bestätigt Volker Schwach. Einer Fortsetzung der Zusammenarbeit und der Nachrüstung weiterer Einrichtungen steht also nichts im Wege.

Nächste Generation

„Die Zusammenarbeit mit dem technischen Gebäudemanagement der Stadt Dormagen ist für uns ein besonderes Projekt, da wir hier alle positiven Aspekte unseres Schließsystems unter Beweis stellen können – und das bereits seit fünf Jahren“, sagt „iLOQ“-Deutschland-Geschäftsführer Eric Kewel.
Die nächste Generation des digitalen Schließ- und Zugangsmanagement-Systems ist mittlerweile auf dem Markt: Die 5-Serie bietet mit Gerät-zu-Gerät-Kommunikation weitere Vorteile in punkto Effizienz und Sicherheit, die Schlüssel- und Schließzylinder-Kapazitäten wurden weiter ausgebaut.