Nicht genügend Platz für Sickermulden?

Bei der "Lokhalle" in Freiburg waren wegen Platzmangel keine Regenwasser-Sickermulden mit Oberboden und Bewuchs möglich. Die Lösung: Vier ViaPlus-Substratfilter und der unterirdische Sickertunnel CaviLine. Foto: Mall GmbH

– ANZEIGE – Unterirdische Substratfilteranlagen wie ViaPlus und Sickertunnel wie CaviLine eignen sich für die „Linienentwässerung“ von Dach- und Verkehrsflächen.

Das ehemalige Bahnbetriebswagenwerk „Lokhalle“ in Freiburg/Breisgau wurde zwischen 1903 und 1905 erbaut und ab 2011 aufwändig saniert. Ein so genannter „Kreativpark“ mit attraktiven Büroflächen, eine Gastronomie und ein Softwareunternehmen finden im denkmalgeschützten Gebäudeensemble eine neue Heimat.

Unterirdischer Substratfilter ViaPlus

Wie bei Einkaufszentren und innerstädtischen Geschäftshäusern war im speziellen Fall „Lokhalle“ Freiburg für oberflächig angelegte Regenwasser-Sickermulden mit Oberboden und Bewuchs nicht genügend Platz vorhanden. Nach Angabe der Betreiber wird die komplette Oberfläche als Parkplatz für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter sowie als Zufahrt benötigt. Genau für solche Situationen wurde der Mall-Substratfilter ViaPlus entwickelt. Dieser ermöglicht es, Regenabflüsse von Dach- und Verkehrsflächen unterirdisch zu reinigen. Für insgesamt 10.213 Quadratmeter abflusswirksamer Fläche (Au) sind vier Substratfilter des Typs ViaPlus 3000 erforderlich, da jeder auf den Anschluss von maximal 3.000 Quadratmeter ausgelegt ist. Sie wurden zwischen den Dach- und Hofflächen einerseits und den fünf unterirdischen Rigolensträngen andererseits eingebaut.

Unterirdischer Sickertunnel CaviLine

Das unterirdische Rigolensystem aus Stahlbetonhalbschalen dient der Versickerung von Regenwasser. Es besteht bei der „Lokhalle“ in Freiburg aus 52 vorgefertigten Tunnel-Teilen mit je 2,50 Meter Länge, 2,70 Meter Breite und 1,25 Meter lichter Höhe. Das Stauvolumen wird nach dem Arbeitsblatt DWA-A 138 ermittelt. Dafür sind zwei Faktoren entscheidend: Einerseits die im Verlauf eines Starkregens anfallende Wassermenge laut den lokalen Starkregendaten aus dem KOSTRA-Atlas des Deutschen Wetterdienstes DWD.  Andererseits die Wassermenge, die über die Sickerfläche abgeleitet werden kann. Hierbei ist die Sickergeschwindigkeit im anstehenden Boden, der kf-Wert, entscheidend. Das erforderliche Rigolenvolumen ergibt sich aus der Differenz von Niederschlags- und Versickerungsvolumen bei vorgegebener Jährlichkeit des Regenereignisses.

Modulartig aneinandergereiht werden die Elemente direkt auf rund 15 Zentimeter sickerfähigen Kiessand oder auf Split 2/8 Millimeter gesetzt. Bevor die Verfüllung beginnt, wird die gerundete Oberseite des Tunnels an den Elementstößen mit Geotextil abgedeckt, der Domschacht für den Einstieg bis zur Geländehöhe aufgesetzt und die Zulaufleitung vom Filterschacht zum Sickertunnel verlegt.

Bauweise und Inspektion

Die besonderen Merkmale des Sickertunnels CaviLine sind seine flache Bauform und die Befahrbarkeit, auch bei oberflächennahem Einbau mit geringer Überdeckung. Die zylindrischen, liegenden Halbschalen ergeben ein sehr gutes Verhältnis zwischen Hohlkörpervolumen und Sickerfläche. Das bedeutet: günstige Baukosten. In Kombination mit Behandlungsanlagen, wie beispielsweise ViaPlus, eignen sich solche Sickertunnel als „Linienentwässerung“ von Dach- und Verkehrsflächen. Sie könnten sogar wie Kanäle unmittelbar und in beliebiger Länge unter Straßen eingebaut werden – und das mit relativ geringer Überdeckung, also mit wenig Aushub nahe an der Oberfläche.

Hohlkörperrigolen des Typs CaviLine haben gegenüber den gebräuchlichen Füllkörperrigolen Vorteile durch den Werkstoff Stahlbeton. Sie sind statisch bestimmt, standsicher, bis SLW 60 belastbar und kommen auch bei großen Hohlräumen ohne innere Aussteifungen aus. Die Innenhöhe von 1,25 Meter gilt nach der Definition der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) als „begehbar“. Die Inspektion ist damit unkompliziert, braucht keine spezielle technische Ausrüstung und keine Kamerabefahrung. Der Einstieg, falls nötig, erfolgt durch den Domschacht. Nicht erforderlich ist eine regelmäßige Wartung der Sickertunnel, sie beschränkt sich auf den Filterschacht.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.mall.info/caviline

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