Mit E-Carsharing zu mehr Mobilität auf dem Land

Seit gut drei Monaten sind die beiden Renault Zoe in Ehingen im Einsatz. Foto: twist mobilty

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E-Autos und -roller einfach ausleihen – in vielen Großstädten ist das problemlos möglich. Anders hingegen sieht es im ländlichen Raum aus. Doch auch hier gibt es Bedarf an nachhaltigen Mobilitätslösungen. Ein junges Start-up aus Stuttgart möchte das jetzt ändern.

Car-Sharing-Angebote sind ein wichtiger Bestandteil individueller Mobilitätslösungen. Das Problem: Sie sind fast ausschließlich im Einzugsgebiet größerer Städte zu finden. Wer nicht in Berlin, Stuttgart oder München, sondern im ländlichen Raum lebt, findet hier bislang kaum Angebote. Dabei ist gerade in ländlichen Regionen ein breites Mobilitätsangebot mit entscheidend für die Attraktivität einer Gemeinde und die Lebensqualität der Bürger*innen. Aus diesem Grund hat die EnBW Ende 2019 twist mobility gegründet. „Wir wollen die Mobilitätswende im ländlichen Raum voranbringen und haben unser Car-Sharing-Angebot daher komplett auf die Bedürfnisse kleiner und mittelgroßer Kommunen zugeschnitten“, sagt Martin Cremer, Co-Geschäftsführer von twist.

Car-Sharing im Rund-um-Sorglos-Paket

Herzstück des Rund-um Sorglos-Angebots ist die Flotte an Elektrofahrzeugen. Kommunen können zwischen Elektroauto und -roller wählen: zur Verfügung stehen derzeit für längere Fahrten oder Besorgungen der Renault Zoe mit einer Reichweite von 390 Kilometern sowie ein E-Vespa-Roller des schwedischen Herstellers Vässla für kürzere Fahrten in Stadtnähe mit einer Reichweite von rund 60 Kilometer. Das Flottenportfolio wird außerdem in den nächsten Wochen noch um weitere Fahrzeuge ergänzt.

Das Car-Sharing von twist ist – anders als bei vielen etablierten Anbieter – stationsbasiert. Das bedeutet, die Fahrzeuge bleiben nicht am Zielort stehen, sondern müssen vom Nutzer wieder zu der fest zugeordneten Heimatstation zurückgebracht werden. Ein Vorteil, denn so entfällt das Einsammeln und die Suche nach einem freien Parkplatz oder Ladepunkt. „Viele Kommunen haben bereits eine Ladeinfrastruktur, die wir nutzen können. Das hat den Vorteil, dass wir so in nur wenigen Wochen startklar sind“, sagt Cremer. Fehlt die Ladestation, ist das auch kein Problem. „Wir haben mit der EnBW einen erfahrenen Partner, der hier unterstützen kann.“

Doppelnutzung bei voller Kostenkontrolle

Die Fahrzeuge können minuten-, stunden- oder tageweise gebucht werden. Die Registrierung, Führerscheinvalidierung sowie der Bezahlvorgang erfolgen einfach über die kostenlose twist-Smartphone-App. Für das Laden unterwegs, ist jedes Elektroauto zudem mit einer EnBW mobility+ Ladekarte ausgestattet. Damit erhalten Nutzer kostenlosen Zugang zu mehr als 100.000 Ladepunkten in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, der Niederlande und der Schweiz.

Aber nicht nur Bürger*innen können die Fahrzeuge mieten, sondern auch die Gemeinde selbst kann sie nutzen. Zum Beispiel für Dienstfahrten. „Ein Elektroauto ist damit sowohl Car-Sharing-Angebot als auch Dienstfahrzeug für Mitarbeiter der Gemeinde. Diese Doppelnutzung ist für kleine Gemeinden äußerst attraktiv.“

Für die Bereitstellung, Inbetriebnahme, Wartung, Reinigung und Reparatur der Fahrzeuge berechnet twist der Kommune lediglich einen monatlichen Fixbetrag bei gleichzeitiger Beteiligung an den Mieterlösen. „Damit haben unsere Kunden einen hohen Grad an Planungssicherheit“, so Cremer.

E-Autos werden gut angenommen und häufig genutzt

Dass das Konzept von twist für Gemeinde und Bürger*innen aufgeht, zeigt Ehingen. Seit gut drei Monaten sind die beiden Renault Zoe in der Stadt südwestlich von Ulm gelegen im Einsatz. „Die Auslastung liegt im zweistelligen Prozentbereich. 75% der aktiven Nutzer sind mehr als einmal gefahren – das ist ein sehr guter Wert“, erklärt Samuel Rumpf, Co-Geschäftsführer von twist. Mit einer durchschnittlichen Fahrstrecke von 33 Kilometern werde der typische Radius für Einkäufe, Erledigungen oder Hol- und Bringfahrten abgedeckt. „Fahrzeug-Sharing hat damit auch abseits der Metropolen das Potenzial eine Alternative zum eigenen Auto zu sein“, so Rumpf.

Kontakt:

kontakt@twist-mobility.de
www.twist-mobility.de