Logistikimmobilien als Chancenträger der Kommunalen Wärmeplanung

Logistikimmobilien bieten zahlreiche Potenziale für die Wärme- und Energienetze von Kommunen – das zeigt die Studie „Logistikimmobilien als Pfeiler der Kommunalen Wärmeplanung“ der Initiative Logistikimmobilien (Logix). Die Publikation liefert neben dem wissenschaftlichen Hintergrund auch Handlungsempfehlungen für kommunale Entscheidungsträger, um die Logistikhallen in ihre Versorgungskonzepte zu integrieren.

Wärmeplanung Immobilien Logistik
Logistikimmobilien bieten viel Potenzial für die Kommunale Wärmeplanung. Foto: Adobe Stock/Candy Retriever

Erneuerbare Energien gewinnen derzeit aus zwei Richtungen an Bedeutung. Zum einen verschärft das geopolitische Umfeld den Blick auf Versorgungssicherheit: Lokal erzeugte Energie reduziert die Abhängigkeit von internationalen Märkten und macht Regionen resilienter. Zum anderen setzt der regulatorische Rahmen klare Fristen: Mit dem Wärmeplanungsgesetz (WPG), das bereits 2024 in Kraft trat, sind Kommunen gefordert, bis 2045 den kosteneffizientesten und praktikabelsten Weg zu einem fossilfreien Wärmenetz zu finden.

Für die Kommunale Wärmeplanung bedeutet das: Der Bedarf an verlässlichen Energiequellen wächst. Hier können Logistikimmobilien Abhilfe schaffen. Welche Rollen sie als Erzeuger von erneuerbaren Energien sowie Abwärme spielen und wie Kommunen sie in ihre Wärme- und Energienetze integrieren können, zeigt die Initiative Logistikimmobilien (Logix) mit ihrer Studie „Logistikimmobilien als Pfeiler der Kommunalen Wärmeplanung“.

Potenziale in der Wärme- und Mobilitätswende

Logistikimmobilien verfügen – selbst im Vergleich zu anderen Gewerbeimmobilien – über umfangreiche Dachflächen, die oft mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sind. Die daraus erzeugte Energie wird zunächst für den Eigenbedarf genutzt, was bereits zur Erreichung von Klimazielen beiträgt. Zu Zeiten hoher Erzeugung und gleichzeitig geringer elektrischer Last, wie an Wochenenden oder zu Betriebsschließungszeiten, produzieren die Anlagen fast immer einen Überschuss. Wenn die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist, kann dieser in das örtliche Stromnetz eingespeist werden. So profitiert die Kommune von lokal erzeugtem, grünem Strom.

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Aufgrund ihrer großen Dachflächen eignen sich Logistikimmobilien hervorragend für die Installation von Photovoltaikanlagen. Foto: Adobe Stock/Tongpool

Je nach Nutzung verfügen Logistikimmobilien zudem häufig über gekühlte Flächen oder IT-Infrastruktur, aus deren Betrieb signifikante Abwärmemengen anfallen. Auch diese Abwärme lässt sich nicht nur intern nutzen, sondern auch extern in bestehende Nah- und Fernwärmenetze einspeisen. So können Kommunen beispielsweise Versorgungskonzepte innerhalb eines Gewerbegebiets mit der Logistikhalle als Zentrale umsetzen, um mit den Immobilien aktiv zur Dekarbonisierung ihrer Wärmenetze beizutragen.

Ferner können Logistikstandorte auch zur Mobilitätswende beitragen. Die verkehrliche Anbindung ist für die Nutzer der Immobilien entscheidend, weshalb sich viele Logistikzentren in der Nähe von Autobahnen oder anderen Verkehrsachsen befinden. Die über die Photovoltaikanlagen gewonnene Energie kann dort zur Versorgung lokaler Ladeinfrastrukturen verwendet werden, sowohl bei den Hallen selbst als auch in nahe gelegenen Ladeparks.

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Mit ihrer nachhaltig gewonnenen Energie können Logistikimmobilien auch zur Verkehrswende beitragen. Foto: Adobe Stock/Ekkarat_Studio

Erfolg durch Kooperation zwischen allen Stakeholdern

Um Logistikimmobilien ideal in kommunale Wärmenetze zu integrieren, gilt es noch einige organisatorische, rechtliche und energiepolitische Hindernisse zu überwinden. Dr. Malte-Maria Münchow, Sprecher der Initiative Logistikimmobilien (Logix) und Head of Logistics Strategy bei Deka Immobilien Investment, betont die Notwendigkeit, regulatorische Unsicherheiten ab- und die Stromnetze auszubauen: „Damit die Potenziale von Logistikimmobilien für das Erreichen der Ziele der Energiewende abgerufen werden können, bedarf es einer Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik. Gemeinsam gilt es, regulatorische Unsicherheiten abzubauen und die begrenzten Stromnetzkapazitäten auszuweiten. Dafür ist politische Förderung nötig, eine enge Kooperation mit Kommunen, bessere Netzanbindungen und wirtschaftliche Anreize. Auf beiden Seiten müssen noch viele Hürden genommen werden, gemeinschaftlich aber kann es gelingen.“

Über die Studie

Die Studie „Logistikimmobilien als Pfeiler der Kommunalen Wärmeplanung” entstand unter der Leitung von Jannick Höper und Benedikt Scholler, beide tätig bei dem Nachhaltigkeitsberater List Eco, in Zusammenarbeit mit Siemens und dem Logistikunternehmen Fiege. Sie bietet eine Grundlage für kommunale Entscheidungsträger, die nach Lösungen suchen, um die Herausforderungen der Wärmewende zu bewältigen.

Die Logix Studie „Logistikimmobilien als Pfeiler der Kommunalen Wärmeplanung“ steht auf der Website der Initiative zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Über Logix

Die Initiative Logistikimmobilien (Logix) ist die zentrale Plattform der Logistik- und Industrieimmobilienbranche Deutschlands. Sie trägt dazu bei, dass Logistik, Industrie, Handel und Gewerbe über die benötigten Flächen für Lagerung sowie Verarbeitung von Gütern und Waren verfügen. Dazu bündelt sie die Interessen der Branche und fördert die Forschung sowie den Dialog zwischen allen politischen Entscheidungsträgern und Marktteilnehmern.

Kontakt:

Logix GmbH
Schneppenhäuser Straße 51
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Tel.: +49 69 7147-1459
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