Kommunen sollen Wandel und Werte der gebauten Stadt sichtbar machen

Mittelalterlich geprägtes Stadtbild: Der Wettbewerb „Europäische Stadt“ will gebaute Geschichte aus unterschiedlichen Zeitschichten sichtbar machen. – Foto: Oxie99-Fotolia

Im Bundeswettbewerb „Europäische Stadt: Wandel und Werte – Erfolgreiche Entwicklung aus dem Bestand“ werden herausragende Konzepte und Projekte für einen zukunftsweisenden Umgang mit dem baukulturellen Erbe ausgezeichnet. Städte und Gemeinden können noch bis zum 13. September 2018 mitmachen.

Die Teilnahme ist möglich mit Projekten in allen Umsetzungsstufen in den vier Kategorien Stadtgebäude, Stadtraum, Stadtleben und Stadtbürger.

Die Bewertung der Beiträge erfolgt im Hinblick auf einen vorbildlichen Umgang mit den besonderen Qualitäten der Stadtgeschichte. Es stehen Preisgelder in Höhe von insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung. Die besten Wettbewerbsbeiträge werden am 8. November 2018 in Leipzig prämiert im Rahmen der Fachmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung, Denkmal.

Veranstaltet wird der Wettbewerb vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI). Es will damit einen Beitrag leisten zum Europäischen Kulturerbejahr 2018. Strukturen, Gebäude sowie Wohn-, Arbeits- und Lebensmodelle der Städte sollen als wesentliche Bestandteile unserer Kultur herausgestellt werden.

Die Ausgestaltung des Europäischen Kulturerbejahres in Deutschland wird vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) koordiniert Partner des Wettbewerbs sind die Länder und kommunalen Spitzenverbände.

Dem Wettbewerb zugrunde liegt ein Konzept der städtebaulichen Entwicklung, wonach kompakte Strukturen, funktionale Mischung und kulturelle Vielfalt prägend sind für die europäische Stadt. Zeugnisse der Baugeschichte wie Stadtmauern, Wegesysteme, Kirchen, Fabriken, Bahnhöfe, Mietskasernen zu erhalten und behutsam zu erneuern, wurde mit dem Europäischen Jahr der Denkmalpflege 1975 angestoßen. Vorangegangen war eine Phase von Neuordnung, Abriss und Verfall im baulichen Bestand.

Mit der Leipzig-Charta von 2007 bekannten sich die europäischen Mitgliedsstaaten zu einer nachhaltigen, bürgerorientierten und fachübergreifenden Stadtentwicklung.

Info: Informationen zur Teilnahme am Wettbewerb „Europäische Stadt: Wandel und Werte“