Innovatives Verfahrenskonzept vereinfacht Glasfaser-Hausanschlüsse

Mit einem tragbaren Einblasgerät können LWL-Monteure das Kabel problemlos vom Gebäude zum NVT einblasen. Foto: LWL-Sachsenkabel GmbH

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Die Installation von Glasfaser-Hausanschlüssen war für LWL-Monteure bisher mit einem erheblichen Aufwand bei Installation und Terminkoordination verbunden. Die innovative Verfahrenslösung F2X® von Sachsenkabel reduziert durch die Optimierung der zentralen Arbeitsschritte die Zahl nötiger Installationstermine im Gebäude und verringert so den Zeit- und Kostenaufwand der Monteure spürbar. 

Um alle Bürger mit gigabitfähiger Breitbandinfrastruktur zu versorgen, wird der Ausbau von FTTH- bzw. FTTB-Anschlüssen (Fiber to the Home- bzw. Fiber to the Building-Anschlüssen) in Deutschland weiter vorangetrieben. Doch die Installation eines solchen Glasfaser-Hausanschlusses ist häufig mit hohem organisatorischem Aufwand verbunden. Um das Gebäude an das örtliche Glasfasernetz anzubinden, sind zunächst langwierige und teilweise komplizierte Tiefbauarbeiten zur Verlegung der erforderlichen Leerrohre notwendig. Anschließend muss die Glasfaser noch ins Haus eingeblasen werden. Dabei werden Projektkoordinatoren oft mit wiederkehrenden Schwierigkeiten bei der Terminvereinbarung konfrontiert. Denn zur Realisierung des FTTB-Anschlusses benötigen LWL-Monteure für die drei zentralen Arbeitsschritte Einblasen, Spleißen und Messen Zugang zum Hausinneren, sodass mit dem Endkunden bisher meist drei separate Termine abgestimmt werden mussten. Für die Projektkoordination bedeutet das eine Herausforderung, da Kunden oft nur schwer erreichbar oder aufgrund ihrer Arbeitszeiten stark eingeschränkt sind. Zudem müssen bei der Terminplanung auch Anfahrtswege und -zeiten sowie die Personaleinsatzplanung berücksichtigt werden. Gar nicht so selten kommt es sogar vor, dass LWL-Monteure aufgrund vergessener Termine vor verschlossenen Türen stehen und eine erneute Anfahrt vereinbaren müssen. Eine weitere Herausforderung sind die gelegentlich fehlerhaften Dokumentationen von Tiefbauarbeiten – denn diese ziehen meist eine zeitintensive Suche nach dem richtigen Leerrohr nach sich.

Innovative F2X®-Lösung reduziert Vor-Ort-Einsätze bei Endkunden

Um den Zeit- und Ressourcenaufwand zu mindern und den gesamten Installationsprozess zu optimieren, hat die LWL-Sachsenkabel GmbH die innovative Verfahrenslösung F2X® entwickelt. Einblasen, Spleißen und Messen werden durch das patentierte Konzept entscheidend vereinfacht: Während eines rund zweistündigen Vor-Ort-Einsatzes beim Kunden (An- und Abfahrtzeit nicht eingerechnet) wird das Glasfaserkabel vom Haus aus in das vorbereitete Leerrohr eingeblasen und am NVT (Netzverteiler) entgegengenommen. Auf diese Weise ist automatisch die korrekte Zuordnung von Kabel und Leerrohr sichergestellt. Anschließend kann bei diesem Arbeitsschritt auch der bereits vorkonfektionierte APL (Abschlusspunkt Linientechnik) montiert werden. Die notwendigen Spleißarbeiten müssen somit nur noch am NVT durchgeführt werden und erfordern daher keinen weiteren Termin beim Endkunden. Auch die Abnahmekontrolle kann ohne zusätzlichen Kundentermin durchgeführt werden: Ein im APL vorinstallierter Loop-Steckverbinder ermöglicht die erforderliche OTDR-Messung (Optical Time Domain Reflectometry) ganz unkompliziert vom PoP (Point of Presence) oder HVT (Hauptverteiler) aus. Dabei lassen sich die Fasern ohne Probleme auch bidirektional vermessen.

Da mit dem F2X®-Verfahren nur noch ein Installationstermin für das Einblasen inklusive APL-Montage erforderlich ist, sinkt der organisatorische Aufwand insgesamt deutlich. Die Montage läuft entspannter ab, möglichen Termindiskussionen wird vorgebeugt und die prozessbegleitenden Strukturen werden effektiv verschlankt. So entfallen etwa wiederholte Fahrten zum Endkunden, was die Projektplanung erleichtert und den Zeit- und Kostenaufwand spürbar reduziert. Ein weiterer Pluspunkt der F2X®-Lösung: Sie kann für den geförderten Breitbandausbau im Rahmen des Programms „Turbo-Internet für alle! – Das Bundesprogramm für superschnelles Breitband“ eingesetzt werden.

Vorkonfektionierte Lösungen verkürzen Anschlusszeit

Der einseitig vorkonfektionierte F2X®-APL, der den Installationsaufwand entscheidend reduziert, ist für den Anschluss von Ein- und Zweifamilienhäusern mit sechs und zwölf Fasern und für Mehrfamilienhäuser mit bis zu 24 Fasern erhältlich. Darüber hinaus kann mit einem vorkonfektionierten F2X®-ONT (Optical Network Termination) nun auch ein Glasfaseranschluss bis in die Wohnung (Netzebene 4) realisiert werden. Auch hierbei müssen LWL-Monteure den Wohnbereich nur ein einziges Mal betreten, nämlich zum Verlegen des LWL-Kabels. Die übrigen Installationsarbeiten lassen sich im Keller durchführen.

Darüber hinaus bietet die LWL-Sachsenkabel GmbH noch zahlreiche weitere Lösungen für den gesamten FTTx-Bereich an – von Core-Netzen bis FTTH. Bei Fragen zum Thema Netzaufbau stehen die LWL-Spezialisten gern beratend zur Seite. Zudem gibt es regelmäßig Online-Seminare und Präsenzschulungen. Weitere Informationen zum Schulungsangebot finden Interessenten unter: https://sachsenkabel.de/servicewelt/product-services/sachsenkabel-academy/

Kontakt:

info@sachsenkabel.de
www.pulse.sachsenkabel.de/f2x