Initiative “Grün in die Stadt” hat Lebenszykluskosten im Blick: Investitionen in städtisches Grün seit dem Lockdown wichtiger, denn je

Parks und Grünanlagen sind entscheidende Faktoren für die Standortattraktivität von Städten. Foto: Grün in die Stadt

– ANZEIGE – Parks und Grünanlagen werden in Corona-Zeiten nachweislich häufiger genutzt. Durch Kontaktbeschränkungen und Lockdown strömen die Menschen nun verstärkt nach draußen ins Grüne. Infolgedessen unterliegen Grünflächen einem erhöhten Nutzungsdruck durch die Bürger. Denn die wissen längst um die Vorteile von intakten, urbanen Parks und Grünanlagen: Sie verbessern das Klima, erhöhen die Biodiversität, tragen maßgeblich zur Attraktivität des Stadtbildes bei und steigern die geistige sowie körperliche Gesundheit. Jedoch bringt intensiv genutztes Stadtgrün erhöhten Pflegeaufwand mit sich. Die professionelle und fachgerechte Pflege hat neben kurzfristigen Effekten aber vor allem einen entscheidenden Vorteil: Gut gepflegtes Stadtgrün rechnet sich für Städte und Kommunen langfristig.

Im ersten und zweiten Lockdown der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass Parks und Grünanlagen entscheidende Faktoren für die Standortattraktivität von Städten sind. Begrünte urbane Räume sind attraktiv und erzeugen Zufriedenheit unter der Stadtbevölkerung. Wie eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Garten, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. belegt, nutzen die Menschen Parks öfter und intensiver als bisher zum Erholen und Abschalten. In Lockdown-Zeiten beschränken geschlossene infrastrukturelle Angebote und Kontaktverbote die Auswahl an Freizeitmöglichkeiten noch einmal besonders. Infolgedessen sind städtische Grünflächen als Ausgleich wichtiger, denn je. Stadtgrün als Anziehungspunkt für die Bürger rückt mehr und mehr in den Fokus von Städten und Kommunen.

Werterhaltung von Stadtgrün: Fachgerechte Pflege senkt Kosten langfristig

Städtische Grünanlagen sind allerdings nicht erst seit Corona einem erhöhten Nutzungsdruck ausgesetzt. Je intensiver Menschen ihre Parks nutzen, desto stärker werden die Flächen beansprucht. Infolgedessen rücken die negativen Folgen einer unzureichenden Pflege empfindlich in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Hier rächt sich eine zu geringe Pflege von städtischen Parks und Grünanlagen – und kommunale Entscheider müssen handeln. Wie bei allen kommunalen Anschaffungen, muss auch die blau-grüne Infrastruktur gepflegt werden, um dessen Wert zu erhalten und sogar zu steigern. Entscheiden sich Städte und Kommunen für den Ausbau ihres Grüns, treten stets Folgekosten auf. Diese Lebenszykluskosten können durch eine angepasste Pflege sinnvoll genutzt werden.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geht davon aus, dass die Investitionskosten etwa 15 Prozent der gesamten Lebenszykluskosten ausmachen. Der restliche Anteil entsteht also durch die Pflegemaßnahmen der blau-grünen Infrastruktur. Werden demnach Grünanlagen im Zuge der Corona-Krise durch die Bürger stärker genutzt, müssen die Parks und Grünflächen umso intensiver gepflegt werden.  Deswegen sollte bei Städten und Kommunen die Pflege ihres Grüns an Bedeutung gewinnen, um auch nach der Corona-Krise als lebenswerte und attraktive Orte zu gelten. Aber mehr noch: Wird städtisches Grün fachgerecht instandgehalten und angepasst gepflegt, tragen diese Maßnahmen nicht nur zur Werterhaltung bei, sondern steigern sogar den Wert der Grünflächen.

Die Förderung von städtischen Parks und Grünflächen sollte nicht erst seit Corona augenscheinlich sein und daher in jeder Haushaltsplanung berücksichtigt werden. „Wir wissen und verstehen, dass die Pflege von Stadtgrün in den klammen Haushalten der Kommunen teilweise nicht oberste Priorität hat. Jedoch sind Parks und Grünflächen essenzielle Faktoren für die Zufriedenheit aller Bürger. Unser Förder-Check zeigt hier Möglichkeiten der Städtebauförderung für Um- und Neubauten auf und hilft bei der Orientierung im Förderdschungel“, so Jan Paul, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL). Die Initiative „Grün in die Stadt“ des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. unterstützt kommunale Entscheider durch den Förder-Check, um die zahlreichen Fördermöglichkeiten zu beantragen.

Über Grün in die Stadt

Grün in die Stadt ist eine Initiative des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V.
Die Initiative bündelt Informationen zu vielen positiven Aspekten städtischen Grüns und den passenden Fördermöglichkeiten.

Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V.
Alexander-von-Humboldt-Str. 4
53604 Bad Honnef
www.gruen-in-die-stadt.de