Experten diskutieren in Neustadt an der Weinstraße über die Stadtentwicklung

Das historische Casimirianum in Neustadt an der Weinstraße: Veranstaltungsort des Willkomm-Forums Stadtentwicklung 2017. – Foto: Schädler

Die Pflege der Baukultur im Rahmen der Kommunalentwicklung steht im Mittelpunkt des „Willkomm-Forums Stadtentwicklung 2017“ am 23. November in Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz). Das Vortragsprogramm umfasst überregionale wie auch ortsspezifische baukulturelle Aspekte.

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur, Reiner Nagel, wird auf der Tagung über die Bedeutung der Baukultur für nationale, regionale und lokale Identität referieren. Er umreißt Ziele und Aktivitäten der Bundestiftung Baukultur und erläutert die Aufgabe des Baukulturberichts und dessen Handlungsempfehlungen.

Der Vizepräsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Frank Böhme, erörtert die landespolitischen Programme und Maßnahmen zu Förderung der Baukultur und zur Aufwertung der Innenstädte in Rheinland-Pfalz.

Stefan Ulrich, Denkmalpfleger der Stadt Neustadt, beleuchtet den historischen Baubestand der Stadt und zeigt die Maßnahmen zu seiner Erhaltung und Nutzung auf. Außerdem geht es in seinem Vortrag um Denkmalschutz und Stadtentwicklung sowie Fragen des Interessenausgleichs von Beteiligten und Betroffenen.

Mit ihren Foren zur Stadtentwicklung möchte der Veranstalter, die Willkomm-Gemeinschaft Neustadt an der Weinstraße, auf wichtige Aspekte der Stadtentwicklung aufmerksam machen. Sie lädt dazu jeweils renommierte Fachleute ein und schafft einen öffentlichen Rahmen zur Diskussion.

Info: Der Begriff Baukultur umfasst heute alle Elemente der gebauten Umwelt, er schließt Architektur und Baukunst ein wie auch Städtebau und Ortsplanung, die Pflege historischer Baudenkmäler und die Gestaltung von Neubauten und öffentlichem Raum samt Verkehrsanlagen. Die Baukultur ist Ausdruck nationaler, regionaler und lokaler Identität. Sie soll dazu beitragen, die Funktion des Bauwerks mit dem Bedürfnis der Bürger nach einem liebens- und lebenswerten Gemeinwesen zu verbinden.