Eine Schwammstadt braucht Speicherlösungen

Die Schwammstadt ist mehr als ein Zukunftskonzept – sie ist eine notwendige Antwort auf Starkregen, Überflutungen und Trockenperioden. Intelligente Speicher-, Versickerungs- und Retentionslösungen helfen Kommunen dabei, Regenwasser als wertvolle Ressource zu nutzen.

Schwammstadt
Die Schwammstadt im Überblick: Durch Speichern, Verdunsten, Nutzen und kontrolliertes Versickern von Regenwasser werden Überflutungsrisiken reduziert, das Grundwasser gestärkt und Städte widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels. Foto: GRAF

Überschwemmungen im Saarland, Jahrhunderthochwasser in Bayern und Baden-Württemberg, überlastete Kanalnetze in vielen Städten: Die Wetterereignisse der vergangenen Jahre machen deutlich, dass sich Kommunen auf neue Herausforderungen einstellen müssen. Gleichzeitig nehmen auch Trockenperioden zu. Städte und Gemeinden stehen damit vor der Aufgabe, sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser zu managen.

Speichersysteme für die Schwammstadt

Eine Antwort auf diese Entwicklung liefert das Konzept der Schwammstadt. Dahinter steckt die Idee, Niederschlagswasser nicht mehr möglichst schnell abzuleiten, sondern dort zurückzuhalten, wo es anfällt. Regenwasser wird gespeichert, versickert kontrolliert in den Boden oder kann später für die Bewässerung von Grünanlagen genutzt werden. Die Stadt wird so zu einem großen Schwamm, der Wasser aufnimmt, speichert und zeitversetzt wieder abgibt.

„Viele Kommunen sind trotz einzelner Vorzeigeprojekte noch nicht ausreichend auf Starkregenereignisse vorbereitet“, sagt Prof. Dr. Carsten Dierkes, Professor für Wasserwirtschaft an der Frankfurt University of Applied Sciences. „Dabei gibt es längst erprobte technische Lösungen. Entscheidend ist, dass sie bei Neu- und Umbaumaßnahmen von Beginn an mitgedacht werden.“

Zu diesen Lösungen zählen neben Regenwasserspeichern, Retentionsdächern und Baumrigolen vor allem unterirdische Rigolensysteme. Sie schaffen wertvolle Rückhalte- und Versickerungsräume im Untergrund und entlasten die Kanalisation bei Starkregenereignissen. Gleichzeitig fördern sie die lokale Grundwasserneubildung und tragen damit zur langfristigen Sicherung der Wasserressourcen bei.

Modulares Rigolensystem

Eine besonders leistungsfähige Lösung bietet das EcoBloc-System von GRAF. Die modular aufgebauten Kunststoff-Rigolenkörper ermöglichen die Versickerung und Rückhaltung großer Regenwassermengen direkt am Entstehungsort. Dank ihres hohen Hohlraumanteils entsteht auf kleinem Raum ein maximales Speichervolumen. Die Systeme können individuell an die Anforderungen eines Projekts angepasst werden und eignen sich sowohl für kommunale Flächen als auch für Gewerbe- und Wohngebiete.

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Das modulare EcoBloc-Rigolensystem von GRAF lässt sich flexibel an die Erfordernisse vor Ort anpassen. Foto: GRAF

Ein wesentlicher Vorteil der EcoBloc Systeme liegt in ihrer Wartungsfreundlichkeit. Die Rigolen sind vollständig inspizierbar und hochdruckspülbar. Dadurch können Kommunen und Betreiber die langfristige Funktionsfähigkeit der Anlagen sicherstellen – ein entscheidender Faktor für nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung.

Flexibler Einsatz in Kommunen

Für den Einsatz im urbanen Raum wurden die EcoBloc-Varianten speziell auf unterschiedliche Anforderungen ausgelegt. Die Systeme sind je nach Ausführung Lkw-befahrbar und für hohe Belastungen ausgelegt. Dadurch eignen sie sich beispielsweise für Parkplätze, Verkehrsflächen, Gewerbegebiete oder kommunale Infrastrukturprojekte.

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Das EcoBloc-System von GRAF kann in Gewerbegebieten und unter Parkplätzen eingesetzt werden. Foto: GRAF

„Mit Rigolenfeldern können wir große Wassermengen aufnehmen, puffern und kontrolliert versickern lassen“, erläutert Dierkes. „Das hilft insbesondere dort, wo versiegelte Flächen dominieren und natürliche Versickerungsprozesse kaum noch stattfinden.“

Ein weiterer Nachhaltigkeitsaspekt: Die EcoBloc Produkte aus dem GRAF-Portfolio werden aus recyceltem Kunststoff hergestellt. Damit leisten sie nicht nur einen Beitrag zum modernen Regenwassermanagement, sondern unterstützen gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft.

Besonders interessant für Kommunen ist die Möglichkeit, Rigolen mit Regenwasserspeichern zu kombinieren. So entstehen integrierte Systeme, die Niederschläge zunächst zurückhalten und bei Bedarf für die Bewässerung von Stadtgrün oder andere Nutzungen bereitstellen. Gerade im Kontext zunehmender Trockenperioden wird diese Mehrfachnutzung von Regenwasser immer wichtiger.

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Retentionsanlagen beziehungsweise Regenwasserspeicher halten das Niederschlagswasser zurück, das dann bei Bedarf zur Bewässerung von Grünflächen genutzt werden kann. Foto: GRAF

Die Schwammstadt der Zukunft entsteht nicht durch einzelne Großprojekte, sondern durch viele dezentrale Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet. Jede entsiegelte Fläche, jeder Speicher und jede Rigole erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels. Moderne Systeme wie der GRAF EcoBloc schaffen dafür die notwendige Infrastruktur – leistungsfähig, nachhaltig und wirtschaftlich. Denn die Städte von morgen brauchen nicht größere Kanäle, sondern intelligente Lösungen, die Regenwasser als Ressource begreifen. Die Schwammstadt beginnt unter der Oberfläche.

Kontakt:

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