Deutscher Kita-Preis erstmals ausgeschrieben

Erzieherin mit Kindern: Bis 15. Juli läuft die Bewerbunsgfrist für den ersten Deutschen Kita-Preis. - Foto: RioPatuca Images/Fotolia

Der erste Deutsche Kita-Preis ist mit insgesamt 130.000 Euro dotiert. In den beiden Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ wartet ein Preisgeld von jeweils 25.000 Euro auf die Erstplatzierten. Zudem werden pro Kategorie vier Zweitplatzierte mit jeweils 10.000 Euro ausgezeichnet.

Mit der neuen Auszeichnung wollen das Bundesfamilienministerium und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung besondere Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung würdigen. Kofinanziert wird der Preis von der Heinz-und-Heid- Dürr-Stiftung, der Karg-Stiftung und dem Didacta-Verband.

Die Bewerbungsfrist läuft von 15. Mai bis 15. Juli 2017. Die Preise werden im Frühjahr 2018 vergeben. Die Zusammensetzung der Jury war zum Zeitpunkt des Wettbewerbsstarts noch nicht bekannt.

In der Kategorie „Kita des Jahres“ können sich alle Kindertageseinrichtungen von privaten, öffentlichen und freien Trägern bewerben, die eine Betriebserlaubnis in Deutschland besitzen.

In der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ werden lokale Initiativen für frühe Bildung gewürdigt. Auf diese Kategorie können sich lokale Bündnisse aus allen Bundesländern bewerben. Die Bündnisse agieren auf der Grundlage eines gemeinsam entwickelten Handlungskonzepts, sind langfristig angelegt und in kommunale Strukturen eingebunden.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig sagte zum Auftakt des Bewerbungsverfahrens, alle Kinder hätten das Recht auf gleiche Chancen, auf Bildung, Teilhabe und Integration. „Frühe Bildung ist das A und O für Chancengleichheit.“ Der neue Preis würdige das Engagement der Mitarbeiter von Kitas und in der Kindertagespflege.

Die Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Heike Kahl, ergänzte, jeder, der sich für gute frühe Bildung, Betreuung und Erziehung engagiere, tue dies unter anderen Rahmenbedingungen. „Mit unserer Auszeichnung wollen wir auch diesen unterschiedlichen Kontexten Rechnung tragen“, so Kahl.

In diesem Sinn fokussiert die neue Auszeichnung nicht ausschließlich gute Ergebnisse, sondern würdigt auch gute Prozesse. Gesucht werden Kitas und lokale Initiativen, die kontinuierlich an der Qualität in der frühen Bildung in ihrer direkten Umgebung arbeiten und dabei das Kind in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen stellen. Zudem spielen Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern und die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort bei der Auswahl der Gewinner eine wichtige Rolle.

Info: Die Bewerbung ist ausschließlich online auf der Wettbewerbs-Website möglich. In beiden Kategorien werden PDFs zum Ausfüllen und Hochladen angeboten. Zusätzlich wird über ein Formular die Möglichkeit geboten, eine Kita oder ein Bündnis vorzuschlagen, das dann vom Team des Deutschen Kita-Preises direkt kontaktiert und zur Teilnahme eingeladen wird.